Aktion "Ganztagsschulbotschafter" in Kiel gestartet

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Ute Erdsiek-Rave, haben heute (26. August) die bundesweit ersten Botschafter für das Ganztagsschulprogramm der Bundesregierung vorgestellt. Zukünftig werden die Surf-Vizeweitmeisterin Amelie Lux, der Schauspieler Peter Lohmeyer und der Regisseur Lars Jessen das Vier-Milliarden-Euro-Programm zum Aus- und Aufbau von Ganztagsschulangeboten in Deutschland unterstützen.

26.08.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Bulmahn: "Ich freue mich, dass wir diese prominenten Persönlichkeiten gewinnen konnten. Sie setzen sich persönlich für Ganztagsschulen ein - für ein Programm, das bereits auf vollen Touren läuft. Ende dieses Schuljahres werden überall in Deutschland rund 5.000 Ganztagsschulen aus dem größten Schulprogramm, das es je gegeben hat, mit Bundesmitteln gefördert."

Erdsiek-Rave: "Die Erfolgsstory Ganztagsschulen bezieht sich aber nicht nur auf die quantitative Ausweitung, sondern auch auf die qualitative Entwicklung der Schulen. Deren Konzepte sind flexibel und den jeweiligen regionalen Gegebenheiten und Möglichkeiten angepasst. Die Schulen arbeiten bei uns in Schleswig-Holstein erfolgreich mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen, sei es die Jugendhilfe, örtliche Vereine und Verbände oder die Feuerwehr." Sie ergänzte, dass Schleswig-Holstein mit rund 25 Prozent Ganztagsschulen eine erfolgreiche Bilanz ziehe und mit der Service-Agentur "Ganztägig lernen" Schulen, Kommunen und Kooperationspartner seit diesem Schuljahr eine wichtige zentrale Anlaufstelle für Beratung und Informationsaustausch erhalten hätten. Bulmahn: "Wir sollten uns alle anstecken lassen von Kreativität und Begeisterung der Kinder und Jugendlichen. Bei unseren gemeinsamen Besuchen in den Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein haben wir erleben können, was individuelle Förderung bedeutet. Hier werden Kinder und Jugendliche in ihren Begabungen intensiv gefördert und haben mehr Zeit zum besseren Lernen und Entwickeln."

Vier weitere Ganztagsbotschafter werden am 2. und 3. September 2005 in Berlin vorgestellt. Dann werden mehr als 1.200 Vertreterinnen und Vertreter der Schulpraxis, der Wissenschaft und der Verwaltung aus dem In- und Ausland zum zweiten Ganztagsschulkongress erwartet. Bundesbildungsministerin Bulmahn wird den Kongress eröffnen und Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Thema "Bildungschancen für alle" sprechen.

Ute Erdsiek-Rave freute sich über das Engagement der prominenten Botschafter und konnte alle dafür gewinnen, drei Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein durch einen Besuch zu unterstützen. "Getreu dem Motto "Tue Gutes und rede darüber" haben sich alle drei auf meine Anfrage bereit erklärt, konkret tätig zu werden. Vielen Dank für dieses attraktive Angebot. Ich bin mir sicher, viele Schulen werden sich um diese prominente Unterstützung bewerben." Bulmahn wies darauf hin, dass eine breite Mehrheit der Deutschen ein flächendeckendes Angebot von Ganztagsschulen fordert. 80 Prozent äußerten sich entsprechend in einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstitutes forsa, die in dieser Woche veröffentlicht worden ist.

"Das zeigt, wie sehr die Menschen die große Bildungsreform in Deutschland wollen. Trotz anfänglicher Skepsis in einigen Bundesländern gehe ich deshalb davon aus, dass alle Ländern bei der Umsetzung des erfolgreichen Programms weiter an einem Strang ziehen," so die Bundesbildungsministerin.


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