Als Lehrkraft ins Ausland

Für wenige Berufsgruppen ist ein Auslandseinsatz auf Zeit so gut organisiert wie für Lehrkräfte. Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) vermittelt Lehrerinnen und Lehrer ins Ausland und bereitet sie auf ihren Aufenthalt vor.

14.02.2019 Bundesweit Pressemeldung Bundesverwaltungsamt - Zentralstelle für das Auslandsschulwesen
  • © Deutsche Internationale Schule Montreal

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer erwarten ein hoher Qualitätsstandard internationale Begegnungen und ein intensiver interkultureller Dialog. Rund 1.200 Schulen in 95 Ländern werden von der Zentralstelle gefördert, darunter 140 Deutsche Auslandsschulen, 27 Deutsch-Profil-Schulen, nationale Schulen mit einem ausgeprägten deutschen Unterrichts- und Abschlussprofil sowie 1.000 nationale Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen. Für Lehrkräfte bedeutet das eine große Bandbreite möglicher Einsatzorte.

Von Buenos Aires bis Chiang Mai, von Budapest bis Pretoria, bieten die Schulen ein spannendes Umfeld. Die ZfA stellt die Bewerbung der Lehrkräfte in ihre Online-Datenbank ein, kümmert sich um Visum und Dienstpass und bietet Vorbereitungslehrgänge an. „Die Auslandsdienstlehrkräfte erwerben interkulturelle Kompetenzen, lernen länderspezifische Besonderheiten der Bildungssysteme kennen und sammeln Erfahrungen im Unterricht von Deutsch als Fremdsprache“, erklärt Heike Toledo, Leiterin der Zentralstelle. 

Die Lehrkräfte werden von den Bundesländern für die Zeit des Auslandseinsatzes freigestellt und beurlaubt. „Als Pädagoge ist es hoch spannend, das System Schule auch außerhalb Deutschlands kennenzulernen und von außen einen Blick auf Deutschland zu werfen“, sagt Ira Marsch, die selbst schon als Lehrerin an zwei Deutschen Auslandsschulen in Bogotá und Mexico City gearbeitet hat. Ihr Kollege Matthias Bücker, der zurzeit als Fachberater in der Mongolei tätig ist, ergänzt: „Arbeiten im Ausland ist wie ein Blick in den Spiegel: Dadurch lernt man sich neu kennen. Ich bin seitdem belastungsfähiger, konfliktsicherer, aber auch mutiger und mitmenschlicher geworden.“ 

Die Deutschen Schulen im Ausland sind in der Regel Schulen mit einem großen Gestaltungsspielraum, hoher Eigenverantwortung und eigener Budgetierung. Sie stehen meist im Zentrum der Vermittlung der deutschen Kultur vor Ort. „Die Deutschen Auslandsschulen und Sprachdiplomschulen bilden einen Pfeiler der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik“, so Toledo. 

Doch auch im Inland werden die interkulturellen Erfahrungen der Auslandslehrkräfte geschätzt. Die Bedeutung unterstreicht auch die Kultusministerkonferenz der Länder in ihrem 2017 gefassten Beschluss „Einsatz deutscher Lehrkräfte im Auslandsschulwesen als ein Instrument der Personal- und Schulentwicklung der Länder: „An den Schulen in Deutschland gewinnen die Ziele und Maßnahmen internationaler Erziehung zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung lässt sich durch Lehrkräfte mit Auslandserfahrungen positiv mitgestalten.“

Weitere Informationen zum Auslandsschuldienst finden sich unter www.auslandsschulwesen.de. Mehr als 70 Deutsche Auslandsschulen präsentieren sich vom 19.-23.02.2019 auf der didacta. Schauen Sie vorbei!

Ansprechpartner

Bettina Meyer-Engling
Bundesverwaltungsamt
50728 Köln
Telefon: 0228 99358 - 8656
E-Mail: Bettina.Meyer-Engling@bva.bund.de
Web: www.auslandsschulwesen.de


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