Am Freitag gibt es Halbjahreszeugnisse für 326.000 brandenburgische Schülerinnen und Schüler

Rund 326.000 Schülerinnen und Schüler der 1.012 brandenburgischen Schulen erhalten am Freitag, dem 27. Januar 2006, ihre Halbjahreszeugnisse.

23.01.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Eltern und Erziehungsberechtigte seien in diesen Tagen in besonderer Weise gefordert, ihren Kindern das Gefühl zu vermitteln, dass"sie ohne Angst nach Hause kommen können", mahnt Bildungsminister Holger Rupprecht an. Sie sollten deshalb das Lernen ihrer Kinder "kontinuierlich begleiten und nicht erst zur Notenausgabe Interesse bekunden.

Für viele Kinder beginnt der Ausgabetag mit Bauchschmerzen, und immer wieder ist dieser Tag auch Anlass für die Entstehung einer Krisensituation. Eltern sollten sich eigentlich das ganze Schuljahr mit ihren Kindern über deren schulische Leistungen unterhalten. Sie sollten sie ermutigen, unterstützen und gemeinsame Wege suchen, wenn die Noten nicht so sind, wie sie sein könnten. Leider nehmen viele Eltern und Erziehungsberechtigte nur zum Zeugnistag Notiz von den Leistungen ihrer Kinder. Diese Eltern fordere ich zu Verständnis und Toleranz auf. Sie sollten mit ihren Kindern verabreden, dass sie zukünftig öfter mit ihnen über die schulischen Leistungen reden werden. Verurteilung und Strafe lösen die Probleme nicht. Wichtig für alle Eltern am Zeugnisausgabetag ist: Lassen Sie die Kinder mit ihren Sorgen nicht im Stich! Wenden Sie sich im Krisenfall an eine der Kummernummern."

"Die Motivation von Kindern und Jugendlichen gedeiht", so der Minister, "nur in einem vertrauensvollen und angstfreien Klima. Halbjahreszeugnisse markieren einen Zwischenstand und sind noch lange kein Endergebnis. Lassen wir unseren Kindern Zeit, geben wir ihnen so viel Unterstützung wie möglich und so viel Förderung wie nötig, aber ersparen wir ihnen zusätzlichen und übermäßigen Druck."

Kindern und Jugendlichen, die den herannahenden Zeugnissen und dem Nachhauseweg mit Sorgen entgegensehen, empfiehlt der brandenburgische Bildungsminister, *sich an eine Lehrerin oder einen Lehrer ihres Vertrauens zu wenden". Beratung und Hilfe vor, während und nach der Zeugniserteilung gewähren aber auch die staatlichen Schulämter in den Kreisen und kreisfreien Städten, die dort angegliederten Schulpsychologischen Beratungsstellen sowie Erziehungsberatungsstellen und die Kinder- und Jugendnotdienste im Land Brandenburg.

Erster Tag der diesjährigen Winterferien im Land Brandenburg ist Montag, der 30.Januar, letzter Ferientag ist Freitag, der 3. Februar. Erster Schultag nach den Ferien ist Montag, der 6. Februar.

Über die staatlichen Schulämter www.mbjs.brandenburg.de sind die Telefonnummern der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen in den staatlichen Schulämtern zu erhalten.

Adressen und Telefon-Nummern der Kinder- und Jugendnotdienste:

Es gibt im Land Brandenburg zwei Kinder- und Jugendnotdienste, die nur diese Aufgabe wahrnehmen und die täglich von 0 bis 24 Uhr erreichbar sind.

Kinder- und Jugendnotdienst, 0350 Cottbus, Thiemstraße 39, Herr Jähne, Tel.: 0355/47 86 1-30355 Fax: 0355/47 86 117

Kinder- und Jugendnotdienst, 14776 Brandenburg a. d. H. Neundorfer Straße 17 Herr Geithner, Tel.: 03381 / 22 01 24, Fax: 03381 / 22 00 24

Bezüglich aller anderen Städte und Landkreise wird auf die Erziehungs- und Familienberatungsstellen verwiesen, Adressen und Telefon-Nummern sind bei den Jugendämtern und über die Internetseiten des Landesjugendamtes: www.lja.brandenburg.de erhältlich.

Außerdem wird auf die kostenfreie Telefon-Nummer des Kinder- und Jugendtelefons verwiesen. Sie ist unter 0800/ 111 0 333 Montag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr geschaltet.


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