Arbeitszimmer für Lehrer/innen

Ministerpräsident Günther Oettinger soll sich dafür einsetzen, dass Lehrer/innen weiterhin ihr Arbeitszimmer von der Steuer absetzen können. "An den Schulen gibt es keine geeigneten Räume für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts und Korrekturen. In vielen Lehrerzimmern haben Lehrerinnen und Lehrer nicht einmal einen eigenen Platz, 50 Kolleg/innen müssen sich oft ein Telefon und wenige Computer teilen", sagte am Donnerstag (11.05.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

11.05.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (10.05.) neue Regeln zur Absetzbarkeit häuslicher Arbeitszimmer beschlossen. Ministerpräsident Günther Oettinger hatte im Februar auf einer GEW-Veranstaltung versprochen, dass er sich für den Erhalt der steuerlichen Abzugsfähigkeit einsetzen werde. Dahlem erinnerte ihn heute in einem Brief an sein Versprechen.

Die GEW setzt sich dafür ein, die steuerliche Abzugsfähigkeit häuslicher Arbeitszimmer für Lehrkräfte zu erhalten, so lange es keine Arbeitsplätze an den Schulen gibt. Auch bisher können nur bis zu 1.250 Euro im Jahr steuerlich geltend gemacht werden, obwohl die tatsächlichen Kosten viel höher sind. "Ich kenne kein Unternehmen, in dem die Beschäftigten ihre Arbeitsplätze, ihre Dienstreisen oder den Eintritt für Betriebsveranstaltungen selbst bezahlen müssen. Die Absetzbarkeit des Arbeitszimmers ist für Lehrkräfte kein steuerliches Privileg, sondern eine Notwendigkeit, so lange die Schulträger nicht in der Lage sind, den Computer, Schreibtisch und die roten Stifte für die Korrekturen zu bezahlen", sagte Dahlem.

Oettinger-Brief und weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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