Baden-Württemberg verlässt die Standspur

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich dafür ein, im Rahmen der Bildungsoffensive der Landesregierung zuerst den Klassenteiler in den großen Grund- und Hauptschulen zu senken. "Es ist nicht verständlich, warum es in den großen Grundschulklassen erst ab 2011 zu einer Entlastung kommen soll. Die Kinder und Jugendlichen in den Grund- und Hauptschulen brauchen am dringendsten bessere individuelle Förderung. Dort sollte der Klassenteiler ab 2009 auf 28 und mittelfristig auf 25 gesenkt werden", sagte am Dienstag (15.07.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

15.07.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Insgesamt gratuliert die GEW Kultusminister Helmut Rau (CDU) zur Bildungsoffensive. "Damit verlässt die Landesregierung endlich die Standspur. Wenn jetzt die Landesregierung noch Schulen zulassen würde, in denen länger gemeinsam gelernt werden kann, wäre ein Schritt zur Chancengleichheit getan. Die Prostete der GEW und vieler Elterninitiativen wie im April auf dem Stuttgarter Schlossplatz haben damit erste Erfolge erzielt", so Moritz.

In Baden-Württemberg gibt es derzeit 88 Grundschulklassen mit 31 bis 34 Schüler/innen, 3.486 Klassen haben zwischen 26 und 30 Schüler/innen. An den Hauptschulen sitzen in 96 Klassen 31 bis 34 Schüler/innen, in 844 Klassen 26-30 Schüler/innen. "Es würde vergleichsweise wenig kosten, dort zuerst den Klassenteiler zu senken", sagte Moritz.

Die GEW begrüßt auch, dass die Schulleitungen gestärkt werden und ab 2009 20 Prozent der Hauptschullehrer/innen besser bezahlt werden sollen. Diese sollen dann mit A13 das gleiche Gehalt wie Realschullehrer/innen erhalten. "Damit wird zumindest schrittweise die GEW-Forderung nach besserer Bezahlung für Hauptschullehrkräfte umgesetzt. Kultusministerin Annette Schavan hatte dies bereits 2001 versprochen", so Moritz.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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