Bildung ist MehrWert! Geld ist da!

Mehr als zweitausend Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische MitarbeiterInnen beteiligten sich heute trotz widrigen Wetters am Warnstreik der Landesbeschäftigten in Bremen, zu dem die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes aufgerufen hatten. Erstmals hatte die Bildungsgewerkschaft GEW auch die verbeamteten Lehrkräfte in Bremen und Bremerhaven im Rahmen einer Tarifauseinandersetzung aktiv in den Arbeitskampf einbezogen und über 1.500 sind diesem Aufruf gefolgt. Damit beteiligten sich insgesamt mehr als ein Drittel aller Lehrkräfte im Land Bremen an diesem Streik. Solidarisch zeigten sich viele Beschäftigte, die nicht unmittelbar unter den Geltungsbereich des Tarifvertrages fallen. Dazu gehörten MitarbeiterInnen der Kirchen sowie anderer freier und privater Träger, die ihren Arbeitsplatz in Schulen haben.

13.02.2009 Bremen Pressemeldung GEW Bremen

Zahlreiche Schulen, darunter auch Grundschulen, wurden spätestens ab der dritten Unterrichtsstunde komplett bestreikt. Notbetreuungen wurden überall dort eingerichtet, wo es notwendig war. "Damit haben die Kolleginnen und Kollegen ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein gezeigt, auch wenn ihnen der Notdienst die aktive Streikteilnahme nicht möglich machte," erklärten die GEW-SprecherInnen.

"Mit dieser unglaublichen Beteiligung hatten wir nicht gerechnet", zeigte sich die GEW hoch zufrieden. "Mit diesem mutigen und mächtigen Streik haben wir die berechtigte Forderung nach 8% mehr Lohn eindrucksvoll unterstrichen. Es bleibt zu hoffen, dass die Arbeitgeber diese Signale hören und an diesem Wochenende in Potsdam endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen." Dieser Warnstreik sei aber erst der Anfang, wenn es am Wochenende keine akzeptable Lösung gäbe. Notwendig sei darüber hinaus die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die BeamtInnen und die Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes u. a. auch für verbeamtete Lehrkräfte in Bremen, betonten die SprecherInnen der Bildungsgewerkschaft.

"Mit dem heutigen Tag haben auch die Beamtinnen und Beamten gezeigt, dass sie willens und in der Lage sind, gemeinsam mit den Tarifbeschäftigten einen Arbeitskampf zu führen, wenn er so unvermeidbar ist wie jetzt. Und wir wollen nicht einmal einen Schutzschirm, sondern nur ein faires Gehalt für unsere Arbeit", betont die GEW. "Milliardenschwere Konjunkturprogramme zeigen, dass das Geld da ist. Wir zeigen, wo es hin soll!"

Elke Baumann, Christian Gloede-Noweck, Bernd Winkelmann
LandesvorstandssprecherInnen

Ansprechpartner

GEW Bremen

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