BLLV begrüßt Gesundheitserziehung

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) begrüßt, dass die Staatsregierung der Gesundheitserziehung einen höheren Stellenwert einräumt. "Gesundheit und Bildung sind eng miteinander verknüpft, denn beide vermitteln Lebensperspektiven. Gesunde, entscheidungsfähige Menschen auszubilden, wird vermutlich über die Zukunft der weltweiten Wirtschafts- und Gesundheitssysteme entscheiden", erklärt der BLLV-Präsident Klaus Wenzel. Dafür müssen dringend ausreichende personelle und finanzielle Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden.

02.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels besteht die Notwendigkeit einer systematischen, ganzheitlichen Gesundheitserziehung in Schulen. Bewegungsarmut, Fettleibigkeit auf der einen und Bulimie und Magersucht auf der anderen Seite, steigender Medienkonsum und die Zunahme von Alkoholexzessen unter Jugendlichen belegen, dass ein natürlicher und gesunder Umgang mit dem eigenen Körper für viele Schülerinnen und Schüler keine Selbstverständlichkeit ist.

Die bayerische Staatsregierung hat hierauf mit unterschiedlichen Initiativen reagiert. Der BLLV begrüßt, dass dadurch der bestehende Handlungsbedarf anerkannt und die Bereitschaft zu entschlossenem Handeln signalisiert wird. Allerdings werden die aufgelegten Programme wie "Voll in Form", den Qualitätsstandards einer systematischen Implementierung von präventiver Gesundheitserziehung in Schule und Unterricht nicht gerecht. "Die zentrale Aufgabe einer qualitätsvollen Gesundheitserziehung darf nicht zu einer weiteren Zusatzaufgabe ohne zusätzliche Ressourcen den Schulen aufgebürdet werden. Vielmehr müssen dafür ausreichende personelle und finanzielle Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden. Es bietet sich an, die bereits vorhandene fachliche Kompetenz der Fachlehrer für Ernährung auf diesem Gebiet zu nutzen", betont Wenzel.

Konkret schlägt der BLLV vor, dass jeder Schule nach einem bestimmten Schlüssel, zusätzlich zum bisherigen Budget, Stunden für die Gesundheitserzie-hung zugewiesen werden. Mit diesen Stunden werden passend zum jeweiligen Schulprofil Aktivitäten der Gesundheitserziehung umgesetzt. Mögliche Verwendungen für diese Stunden wären Ernährungserziehung, Koordination der außerschulischen Angebote, Projekte mit verschiedenen Klassen, Teamteaching, die Einrichtung von Schülerarbeitsgemeinschaften, darüber hinaus Information und Schulung von Eltern und Lehrern. Es bietet sich an, die Experten vor Ort, Fachlehrer für Ernährung und Sport, in diesen Stunden einzusetzen.


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