Lehrermangel

BLLV warnt: Jedes Jahr verpuffen 609 Millionen Euro

Die Zahl vorzeitiger Pensionierungen steigt wieder deutlich an und verursacht hohe Kosten. BLLV-Präsidentin Fleischmann fordert Maßnahmen zur Entlastung.

15.06.2018 Bayern Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.
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Seit dem Jahr 2011 steigt die Zahl vorzeitiger Pensionierungen von Lehrkräften in Bayern wieder an. So lag der Anteil der neuen Pensionäre, die aufgrund von Dienstunfähigkeit den Schuldienst verlassen mussten, bei 18,3%. Deutschlandweit war er im gleichen Jahr mit 11,9% deutlich niedriger. 

„Geht eine Lehrkraft in Pension, muss dafür eine neue eingestellt werden. Je länger die reguläre Arbeitszeit der Lehrkraft bis zur Pension noch gewesen wäre, desto teurer wird es für den Staat, da er nun für viele Jahre doppelt investieren muss“, erklärte die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Simone Fleischmann. Die Frühpensionierung von Lehrkräften koste den Freistaat jedes Jahr rd. 609 Millionen Euro. 

Das Geld wäre wesentlich sinnvoller in Maßnahmen zur Entlastung von Lehrkräften angelegt. „Viele würden sich schon deutlich entlastet fühlen, wenn sie Voraussetzungen vorfänden, die es ihnen ermöglichen, Schüler/innen zu unterstützen und individuell zu fördern“, betonte Fleischmann und verwies auf die im März gestartete BLLV-Kampagne „Zeit für Bildung“. 

„Die Lehrkräfte brennen aus. Viele von ihnen überschreiten seit Jahren ihre persönliche Belastungsgrenze. Es fehlen Personal und Maßnahmen zur Entlastung. Die Folge: Krankheit und das vorzeitige berufliche Aus.“ Der Trend müsse gestoppt werden.


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