Bundesweit einheitliche Lehrerbezahlung: GEW Sachsen-Anhalt fordert Landesregierung auf, aktiv zu werden

"Wenn Sachsen-Anhalt will, dass der gegenseitigen Abwerbung von Lehrern ein Riegel vorgeschoben werden soll, kann sich die Landesregierung gerade jetzt bewegen", sagte die amtierende GEW-Landeschefin, Eva Gerth, zu den heute in der Mitteldeutschen Zeitung veröffentlichten Aussage aus dem Kultusministerium Sachsen-Anhalts für eine bundesweit einheitliche Lehrerbezahlung.

02.02.2009 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

"Wir sind mitten in der Tarifrunde, die das für die Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis regeln kann", fügte sie hinzu. Die Forderung nach einer einheitlichen tariflichen Regelung für die Bezahlung der Lehrerinnen und Lehrer hat die GEW längst aufgemacht. Bisher gibt es jedoch noch keine Aktivitäten seitens der Bundesländer, die Bezahlung der Lehrkräfte neu zu regeln. "Im Gegenteil, auch Sachsen-Anhalt hat der verhängnisvollen Föderalismusreform 2006 zugestimmt, die uns im Beamtenbereich und deshalb auch bei der Lehrerbezahlung zum Schlusslicht gemacht hat", sagte sie.

Die GEW Sachsen-Anhalt fordert seit Monaten von Finanzminister Bullerjahn und Kultusminister Olbertz, Vorsorge gegen den absehbaren Lehrermangel auch durch ein attraktives Bezahlungssystem zu schaffen. Dazu gehöre neben der Wiedereinführung des gestrichenen Weihnachtsgeldes bei den Beamten der Einsatz für einen guten Tarifabschluss, der dann auf die Beamten übertragen werden muss. Völlig absurd sei z.B. auch, dass die Zeiten des Referendariates bei Neueinstellungen nicht als Berufserfahrung anerkannt werden oder dass Sekundarschullehrkräfte, die nach der Wende ihren Abschluss gemacht haben, schlechter bezahlt werden als diejenigen, die 1991 schon im Dienst waren.

"Minister Bullerjahn sollte schnell seinen Amtskollegen Möllring in Niedersachsen, dem Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft der Länder, auffordern, seine provokative Verweigerungsposition in der Tarifrunde aufzugeben", sagte Gerth.

Die GEW Sachsen-Anhalt hat die ca. 26 000 Angestellten und Beamten an Schulen und Hochschulen des Landes für die Zeit direkt nach den Ferien am 11. und 12. Februar 2009 zu Aktionen, darunter Warnstreiks, aufgerufen.

Weitere Infos unter www.gew-lsa.de

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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