Legasthenie

BVL startet Projekt: Vielfalt als Chance

Der Blick über die Landesgrenzen zeigt in vielen Ländern eine Anerkennung der Legasthenie als Teilleistungsstörung. Frühzeitige, individuelle Förderung und die Bereitstellung der notwendigen Hilfsmittel sind gelebte Praxis, die die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft unterstützen. Eine offene und akzeptierende Haltung gegenüber Menschen mit Legasthenie fördert dort bereits den schulischen wie beruflichen Erfolg. Gesellschaft und Unternehmen profitieren so von den spezifischen Begabungen und Problemlösefähigkeiten der Menschen mit einer Legasthenie.

29.09.2011 Pressemeldung Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.

"Immer wieder berichten uns Mitglieder, deren Kinder an einem Schüleraustausch teilgenommen haben oder im Ausland studieren, dass sie sich erstmals verstanden und gut aufgehoben gefühlt haben. Viele Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder ins Ausland, um sie vor den unnötigen Barrieren in unserem Schul- und Ausbildungssystem zu schützen", bedauert Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.

Im August hat der BVL das Projekt "Vielfalt als Chance – Mehrwerte durch länderübergreifende Konzepte schaffen" gestartet. In Zusammenarbeit mit einem Netzwerk aus Multiplikatoren und Wissenschaftlern sollen praktische Ansatzpunkte und Hilfestellungen, die bereits in anderen Ländern erfolgreich im Einsatz sind, aufbereitet und für Deutschland nutzbar gemacht werden. Ziel des Projektes ist es, Rahmenbedingungen zu etablieren, die eine Chancengleichheit für Menschen mit einer Legasthenie schaffen.

"Den demografischen Wandel können wir nicht aufhalten, aber es liegt in unserer Hand, den Fachkräftemangel abzumildern, indem wir die Begabungen der Betroffenen fördern und wertschätzen und ihnen die notwendigen Hilfen an die Hand geben. Jeder in der Gesellschaft soll sich dafür verantwortlich fühlen", fordert Christine Sczygiel.

Weitere Informationen zum Projekt sind im Internet unter www.bvl-legasthenie.de unter "Aktuelles" abrufbar.


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