"Demographie-Gewinne" müssen im Bildungssystem bleiben

Keinen Anlass für Hosianna-Rufe sieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nach den bildungspolitischen Beschlüssen der Großen Koalition. "Was uns die Große Koalition als bildungspolitischen Wohltaten verkauft, entspricht in Wirklichkeit noch nicht einmal der blanken Notwendigkeit", sagte GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Dienstag, 10.7.07 in Kiel. "Wenn Schleswig-Holstein international nicht den Anschluss verlieren will, muss es mehr junge Menschen zu höherwertigen Schulabschlüssen führen. Deshalb darf der Finanzminister nicht einfach 2900 Lehrerstellen "einsacken"." Die so genannten "Demographie-Gewinne müssten im Bildungssystem verbleiben, um die Bildungsqualität zu steigern.

10.07.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Als "empörend" bezeichnete es der GEW-Landesgeschäftsführer, dass die Große Koalition die Lehrkräfte an den neuen Gemeinschaftsschulen und den alten Gesamtschulen zum "Bauernopfer" gemacht habe. "Wegen bornierter ideologischer Positionen der CDU steht der Start der neuen Gemeinschaftsschulen unter einem schlechten Stern", so der GEW-Landesgeschäftsführer. Für die Lehrkräfte an den neuen Gemeinschaftsschulen sei die Unterrichtsverpflichtung zu hoch. Den Lehrerinnen und Lehrern an den alten Gesamtschulen verpassten die schwarz-roten Koalitionäre eine Arbeitszeitverlängerung, obwohl die Arbeitsbelastung für Lehrkräfte schon jetzt viel zu hoch sei, wie alle Untersuchungen belegten.

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GEW Schleswig-Holstein

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