Schulleiterkongress

Deutscher Schulleiterkongress 2013: Rund 2.000 Teilnehmer gestalten die Schule von morgen

Schulleiterinnen und Schulleiter aus allen Bundesländern, der Schweiz, Österreich, Finnland und vielen anderen europäischen Ländern sind heute und morgen in Düsseldorf. Auf dem Deutschen Schulleiterkongress DSLK wollen sie sich über aktuelle Entwicklungen informieren und gemeinsam Strategien für eine gute Schule erarbeiten. Der DSLK wird gemeinsam vom [Verband Bildung und Erziehung (VBE)](http://www.vbe.de/) und dem zu [Wolters Kluwer Deutschland](http://www.wolterskluwer.de/) gehörenden [Carl Link Verlag](http://www.carllink.de/) veranstaltet.

08.03.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
  • © deutscher-schulleiterkongress.de

Der DSLK war bereits bei seiner Premiere im vergangenen Jahr ein voller Erfolg: "Dass sich Wirtschaft, Politik, Verwaltung und natürlich die Schulleiter selbst verzahnen und gemeinsam am großen Projekt ´Schule` mitarbeiten, ist kein frommer Wunsch mehr", sagt Michael Gloss, Leiter des Carl Link Verlags, "wir zeigen mit dem DSLK: Es lohnt sich, mal über den Tellerrand zu schauen und sich auszutauschen."

Dieser Austausch, das hat der DSLK 2012 gezeigt, ist dringend nötig. Die Teilnehmer schätzen vor allem, dass sie ihre Erfahrungen mit anderen teilen können und lernen, wie an anderen Schulen verschiedene Themen und Probleme angegangen werden. Denn die Probleme, mit denen Schulleiter heute konfrontiert sind, ziehen sich durch alle Bundesländer: Schulleiter haben zu wenig Zeit, ihrer Leitungsarbeit nachzugehen, weil sie viel zu häufig selbst Unterricht gestalten müssen. Dazu kommt die mangelnde Unterstützung durch die Kommunen: An vielen Schulen fehlen Hausmeister- oder Sekretariatsstellen, so dass auch diese Arbeiten von den Schulleitern erledigt werden müssen. "Die Bezahlung hinkt aber hinterher", sagt Udo Beckmann, VBE-Bundesvorsitzender, "200 oder 300 Euro mehr im Monat sind lächerlich, wenn man sich vor Augen führt, wie groß die Verantwortung ist, die Schulleiter für Schüler, aber auch für die Kollegen tragen."

Dazu, so Beckmann, gebe es außerdem zu wenig Aus- und Fortbildungen für Schulleiter: "Eltern und Politik erwarten offenbar, das Schulleiterwissen einfach so vom Himmel fällt, sobald die Tinte auf dem Arbeitsvertrag trocken ist." Auch diese Lücke will der DSLK schließen: In Praxisforen erklären Experten aus dem Bildungs- und Wirtschaftsbereich, wie Schulleitungen ihre Schule täglich verbessern können. Dazu gehört nicht nur Wissen über Leitungstätigkeiten – vielmehr geht es um die sogenannten "Soft Skills", also z. B.: "Wie gehe ich mit plötzlichen Todesfällen eines Lehrers oder Schülers ums?" "Wie führe ich Kritikgespräche?" Der praxisnahe Erfahrungsaustausch soll dabei helfen, die Arbeitsbelastung besser zu verteilen und Freiräume zu schaffen für die Leitungszeit.

Diese Hilfestellung kommt von namhaften Referenten, z. B. den Gehirnforschern Prof. Gerald Hüther und Prof. Gerhard Roth, dem Bildungsforscher Prof. Klaus Hurrelmann, dem Arzt und Autor Prof. Dietrich Grönemeyer, aber auch von fachfremden Experten wie u. a. dem Körpersprachen-Spezialisten Prof. Samy Molcho oder dem Starkoch Johann Lafer. Nicht zuletzt kommen viele Gäste, die direkt für Bildung verantwortlich sind, u. a. die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und die OECE-Direktorin Prof. Barbara Ischinger.

"Schule soll allen Beteiligten Spaß machen", so die Bilanz von Michael Gloss, "dafür ist es aber wichtig, dass Schulleitung modern wird und die Qualität gleichzeitig gewahrt bleibt." Die Workshops und Vorträge beim DSLK schaffen dabei die bestmöglichen Voraussetzungen, damit Schulmanagement trotz der häufig schlechten Rahmenbedingungen optimal funktioniert.


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