Baden-Württemberg

Ein Bildungsplan aus einem Guss

Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt die Pläne zur Bildungsplanreform und macht sich für einen gemeinsamen Bildungsplan für alle allgemein bildenden Schulen stark.

04.12.2012 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Ein gemeinsamer Bildungsplan kann die Durchlässigkeit zwischen den Schularten in unserem unübersichtlichen Schulsystem vereinfachen und die Übergänge in die berufliche Ausbildung vereinfachen. Er stellt sicher, dass Kompetenzen auf unterschiedlichen Niveaus erworben werden können und ermöglicht dennoch vielfältige Schwerpunktsetzungen an Gymnasien und den anderen Schularten der Sekundarstufe I. Er wäre ein wichtiger Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit in unserem Land", sagte am Montag (03.12.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW hat die Bildungspläne seit ihrem Start im Jahr 2004 intensiv begleitet und unter anderem deren Einführung durch eine Befragung von Lehrerinnen und Lehrern untersucht. Ein wichtiger Kritikpunkt waren seit Beginn die unterschiedlichen Zuschnitte der Fächerverbünde in den verschiedenen Schularten.

"Die Bildungsplanreform wird dieses Mal nur dann erfolgreich sein, wenn die Umsetzung besser unterstützt wird. Uns erreichen alarmierende Signale aus der Landesregierung, bei der Lehrerfortbildung und Schulentwicklung streichen zu wollen. Wenn es Grüne und SPD ernst meinen mit ihren Reformen, müssen sie mehr in Fortbildung investieren statt mit dem Rasenmäher zu kürzen. Die Überarbeitung der Bildungspläne macht nur Sinn, wenn Qualitätsentwicklung einen höheren Stellenwert erhält", sagte Moritz.

Die bevorstehende Bildungsplanreform böte nach Ansicht der GEW eine vorzügliche Gelegenheit, die Abschluss bezogenen Standards den von der KMK zuletzt auch für das Abitur beschlossenen Bildungsstandards anzugleichen. Damit könne die Reform auch einen wichtigen Beitrag zur Vergleichbarkeit von Abschlüssen und zu einer zumutbaren Mobilität zwischen den Bundesländern leisten.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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