Schleswig-Holstein

Ein Jahr Schulfeedback.SH

Immer mehr Schulen nutzen das neue Instrument der externen Evaluation.

15.02.2017 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein
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Immer mehr Schulen sind beim Schulfeedback.SH dabei: Als das Verfahren der externen Evaluation der Schulqualität vor genau einem Jahr startete, waren sieben Schulen dabei. Mittlerweile ist die Zahl auf 42 angestiegen. Bildungsministerin Britta Ernst zog am 15. Februar in Kiel eine positive Bilanz: „Für die Schulleitungen und die Lehrkräfte ist unser Verfahren des Schulfeedbacks nicht nur ein Weg zu Verbesserung von Unterrichtsqualität sondern auch eine Form der Wertschätzung ihrer geleisteten Arbeit.“ 

Die Rückmeldungen der teilnehmenden Schulen seien bislang durchweg positiv. Insbesondere die Transparenz und der individuelle Zuschnitt des freiwilligen Schulfeedback.SH trügen zur Akzeptanz und einer wachsenden Beteiligung der Schulen bei. Die Schulen nutzten das Instrument des Schulfeedback.SH aus unterschiedlichen Motiven: Sie wollten allgemein die Qualität verbessern oder hätten speziell mit einer Herausforderung zu kämpfen oder sie wollten sich ihre Arbeit bestätigen lassen. „Ich freue mich über das wachsende Interesse der Schulen. Insbesondere das fachspezifische Feedback stößt auf große Resonanz und es besteht auch bundesweites Interesse an unserem Verfahren“, sagte Ministerin Ernst. 

Das Schulfeedback.SH 

Mittlerweile haben die ersten sieben Schulen das Verfahren abgeschlossen, sieben Schulen sind mittendrin. Weitere 18 Schulen stimmen derzeit innerhalb ihrer Gremien über eine Teilnahme ab und noch einmal zehn Schulen haben Interesse angemeldet und informieren sich zurzeit über den Ablauf von Schulfeedback.SH. Dabei stößt das Verfahren am häufigsten bei Grundschulen auf Interesse (50 Prozent der Anmeldungen), gefolgt von Gemeinschaftsschulen (30 Prozent). Aber auch Gymnasien und Förderzentren entdecken die neue Möglichkeit der externen Rückmeldung zunehmend für sich (jeweils zehn Prozent mit steigender Tendenz). 

Grundlage für Schulfeedback.SH ist ein „Orientierungsrahmen Schulqualität“, in dem fünf  Kriterien für schulische Qualität definiert werden: 

1. Ergebnisse und Wirkungen (von schulischer Arbeit) 

2. Lehren und Lernen 

3. Leitung und Qualitätsentwicklung 

4. Schulkultur und Schulgemeinschaft

5. Professionalität und Zusammenarbeit.

Aus diesem Orientierungsrahmen wählt die Schule einzelne Bereiche und formuliert eigene Fragestellungen. Viele Schulen haben dabei das Feedback zum „Lehren und Lernen mit fachspezifischer Perspektive“ ausgewählt und arbeiten so gezielt an einzelnen Aspekten der Qualitätsverbesserung von Schule und Unterricht. Gleichzeitig rufen Schulen, die im Schulfeedback.SH sind, verstärkt passgenaue Fortbildungsangebote im Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) ab. 

Umgesetzt wird das Verfahren von ausgebildeten Schulevaluatorinnen und -evaluatoren, die jeweils von einem "kritischen Freund" - zum Beispiel der Schulleitung einer anderen schulartgleichen Schule - begleitet werden. Den Abschluss bildet eine Beratung und Unterstützung bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung. Um in Zukunft noch mehr Schulen das Schulfeedback.SH anbieten zu können, sind seit dem 1. Februar sechs weitere Stellen zur Verfügung gestellt worden (mit insgesamt neun Personen besetzt).  Außerdem ist eine Anpassung des Schulfeedback.SH für die Berufliche Bildung in Arbeit. Das Schulfeedback-Verfahren für die Förderzentren wird ab März/April erprobt. 


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