"Eine Schule für alle" geht besser

Die Bildungsgewerkschaft GEW macht sich für eine neue Schulstruktur stark, die jedem Kind gerecht wird und besser fördert statt auszugrenzen. "Eine Schule, die für alle die bestmögliche individuelle Förderung in den Mittelpunkt stellt, verzichtet auf perfekt erscheinende Auslese- und Sortiermechanismen", sagte am Dienstag (10.03.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

10.03.2009 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW bezeichnet die Positionen des "Aktionsbündnisses gegliedertes Schulwesen" als nicht mehrheitsfähig. "Das zeigt sich schon daran, dass die Lehrerverbände des Beamtenbunds sich untereinander nicht einig sind und sich der VBE als größter Beamtenbundslehrerverband ebenfalls für längeres gemeinsames Lernen ausspricht. Unterstützung bekommen die drei Lehrerverbände allenfalls von Kultusminister Helmut Rau, aber spätestens nach der Landtagswahl 2011 wird auch die CDU ihre Blockadehaltung in der Schulstrukturdiskussion aufgeben müssen", so Moritz.

Die GEW, die sich bereits seit Jahren für eine Aufhebung der Trennung der zehnjährigen Kinder nach der vierten Klasse einsetzt, ist mit über 45.000 Mitgliedern die größte bildungspolitische Interessenvertretung in Baden-Württemberg.

Die GEW setzt sich dafür ein, dass die Lehrerinnen und Lehrer besser aus- und fortgebildet werden, um in heterogenen Gruppen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Begabungen besser fördern zu können. "Wir brauchen in jeder Struktur Unterricht, der jedem Einzelnen gerecht wird. Dann ist es nicht mehr notwendig, die schwächste Gruppe aufs Abstellgleis zu schieben. Unsere Schulstruktur und Schulkultur führt dazu, dass Kinder und Jugendliche beschämt werden und ihre Lernbereitschaft blockiert wird" so Moritz.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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