Elternabstimmung gegen gegliedertes Schulsystem geht weiter

Die Bildungsgewerkschaft GEW macht sich nach den neuen Übergangsquoten auf weiterführende Schulen für integrative Schulen stark. "An den Hauptschulen wird engagierte Arbeit geleistet, aber wenn diese Schulart von Arbeitgebern und Eltern nicht mehr akzeptiert wird, müssen wir unser Schulsystem auf neue Füße stellen. Die neuen Zahlen sind eine Ohrfeige für die Bildungspolitik der Landesregierung und ihren hilflosen Versuchen, die veraltete Schulstruktur zu retten. Nicht einmal die groß angekündigte Ausweitung der Werkrealschule hält den Abwärtstrend beim Übergang auf die Hauptschule auf", sagte am Freitag (16.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

16.01.2009 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Zum Schuljahr 2008/09 wechselten von 109.200 Grundschülern 39,7 Prozent (Vorjahr 39,5) auf Gymnasien. Auf die Realschulen gingen 34 Prozent (Vorjahr 32,8) und 25,1 Prozent (Vorjahr: 26,5) auf die Hauptschulen.

Gleichzeitig warnt die GEW davor, nur über Strukturen zu reden: "Ein bloßer Wechsel des Türschildes reicht nicht aus. Notwendig ist ein Umdenken in den Köpfen. Schulstruktur und Schulkultur hängen aber eng zusammen. Wir streiten für eine Schule, in der der Umgang mit Vielfalt und Heterogenität eine Selbstverständlichkeit ist und in der niemand mehr sagen darf, dass dieses Kind nicht in diese Schule gehört", so Moritz.

Initiative für längeres gemeinsames Lernen: www.laenger-gemeinsam-lernen-bw.de

www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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