Stellungnahme

Entlastung für Schulleitungen überfällig

BLLV-Präsidentin Fleischmann zur Ankündigung von Kultusminister Spaenle und Finanzminister Söder, Schulleitungen mehr Leitungszeit zu geben und ihnen mehr Arbeitszeit von Verwaltungsangestellte zur Seite zu stellen.

02.03.2018 Bayern Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.
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„Das ist eine gute Nachricht, aber auch ein überfälliger und dringend nötiger Schritt. Seit Jahren arbeiten Bayerns Schulleiter/innen und ihre Verwaltungsangestellten am Limit. Darauf hat der BLLV immer wieder hingewiesen - zuletzt in einem Brandbrief mit dem Titel „Mehr geht nicht mehr!“ vor einem Jahr an Ministerpräsident Seehofer. Nun kommt Bewegung in die Sache, was uns natürlich freut.

 Die Zusage, noch im laufenden Schuljahr 150 zusätzliche Stellen für Verwaltungsangestellte an Schulen aller Schularten sowie zum kommenden Schuljahr 2018/2019 zusätzlich 150 Stellen für Leitungszeit bei Schulleitungen zu schaffen, kommt in den Schulleitungen und Kollegien sicher gut an. Trotzdem müssen weitere Anstrengungen unternommen werden. Nach wie vor sind viele der rund 5000 Schulleiterinnen und -leiter besonders an Grund- und Mittelschulen und ihre Verwaltungsangestellten am Ende ihrer Kraft. Die Fülle der Aufgaben und Anforderungen ist immens und ständig kommen neue dazu. Schulleitungen und Verwaltungsangestellte werden zwischen ihren Aufgaben zerrieben.

 Die Zahlen, die wir erhoben haben, sprechen eine klare Sprache und zeigen, dass die Attraktivität des Berufs „Schulleitung“ massive Einbußen erlitten hat: Seit 2014 mussten 22 Schulen wegen Mangel an Schulleitung geschlossen werden. Derzeit müssen bayernweit über 500 Schulen ‚mitgeführt‘ werden bzw. sie teilen sich einen Schulleiter. 

 Die heutige Zusage kann daher nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein.“


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