Ergebnisse der 327. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz am 15. Oktober 2009

Die Kultusministerkonferenz hat sich während ihrer 327. Plenarsitzung am 15. Oktober 2009 unter dem Vorsitz ihres Präsidenten, Minister Henry Tesch, insbesondere mit folgenden Themen befasst: - Mobilität der Studierenden in der gestuften Studienstruktur - Kapazitäten in der Referendarausbildung - Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses

16.10.2009 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Mobilität der Studierenden in der gestuften Studienstruktur

Deutsche Studierende sind im internationalen Vergleich nach wie vor überdurchschnittlich mobil. Die Bologna-Reform hat zu neuen Formen der Mobilität geführt, z.B. der vertikalen Mobilität als Wechsel nach dem Bachelorabschluss in einen Masterstudiengang an einer anderen Hochschule. Durch die gestufte Struktur, die vergleichbaren Abschlüsse, die erleichterte Anerkennung sowie die Qualitätssicherungssysteme werden auch andere, institutionalisierte Formen der Mobilität, wie die in Studiengängen mit Doppel- und Mehrfachabschlüssen oder Gemeinsamen Abschlüssen z.B. der Deutsch-Französischen Hochschulen erleichtert und befördert.

Dies sind Ergebnisse des Berichts "Mobilität der Studierenden in der gestuften Studienstruktur", der sich in Auswertung der Erhebungen von Hochschul-Informations-System, Deutsches Studentenwerk, Hochschulrektorenkonferenz und Deutscher Akademischer Austausch Dienst und unter Berücksichtigung OECD-Daten zur internationalen Mobilität für eine differenzierte Betrachtung der nationalen und internationalen Mobilität der Studierenden ausspricht und mögliche Mobilitätshindernisse diskutiert.

Für einen seriösen Vergleich des Mobilitätsverhaltens der Studierenden in der gestuften Struktur mit den Studierenden in Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengängen fehlen noch immer belastbare und international vergleichbare Daten. Aktuelle Befragungen z.B. des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes lassen jedoch erkennen, dass gerade bei den Bachelor- und Masterstudierenden eine Zunahme der Mobilität zu erwarten ist. Jetzt muss es gelingen, Mobilitätshindernisse weiter abzubauen, um das Mobilitätspotential insbesondere der Bachelorstudierenden noch stärker auszuschöpfen.

Länder einigen sich über Ausbildungskapazitäten für Referendare in den Lehrämtern

Die Länder halten in den nächsten Jahren ihre Kapazitäten in der Lehrerausbildung auf hohem Niveau. So steht im Vorbereitungsdienst der Länder im Jahr 2009 für alle Lehrämter eine Gesamtkapazität von rund 60.000 Stellen bereit, wie eine Länderumfrage ergab. In den Jahren 2010, 2011 und 2012 steigt diese Gesamtkapazität auf 63.000 bzw. 64.000 Stellen an. Dies bedeutet, dass im Jahr 2009 rund 30.000 Referendare eingestellt wurden. Diese Zahl wird in den folgenden Jahren um rund 2.000 ansteigen. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Minister Henry Tesch, begrüßt die Entwicklung: "Dies zeigt, dass die Länder trotz der demografischen Entwicklung die Zahl der Stellen im Vorbereitungsdienst ausweiten werden."

Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses

Die Kultusministerkonferenz hat in Waren an der Müritz intensiv über die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses beraten. Dabei wurden Schwachstellen in der Umsetzung der Reform aufgegriffen. Die Ministerrunde erörterte eine Reihe von Vorschlägen, die sich insbesondere auf die Flexibilisierung, die Mobilität, die Studierbarkeit der Studiengänge und die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen beziehen.


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