Schulentwicklung

Evaluation des Bonus-Programms

Fortschritte in der Schulentwicklung: Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung stellte heute Bildungssenatorin Sandra Scheeres die Ergebnisse der Evaluation des Bonus-Programms vor.

21.09.2018 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
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Mehr als 75% der Schulleitungen nehmen in mindestens einer schulischen Problemlage eine deutliche Verbesserung durch das Bonus-Programm wahr. Hierzu gehören die gewachsenen Möglichkeiten im Umgang mit der sozialen und leistungsbezogenen Heterogenität der Schülerschaft sowie die Verbesserung des Schulklimas.
 
Bildungssenatorin Sandra Scheeres: „Entwicklungsprozesse brauchen Zeit. Erfolge stellen sich manchmal nur in kleinen Schritten ein. Umso erfreulicher, dass bei über 3/4 der sozial besonders belasteten Schulen die Abbrecherquote um mindestens zehn Prozent gesunken ist.“ Der Ergebnisbericht benennt die Verbesserungen in den Bereichen Schulklima, soziale Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, Außenwirkung der Schule, Strukturierung und Optimierung der Schulentwicklungsarbeit sowie Motivation und Innovationsbereitschaft des Kollegiums.
 
Möglich ist dies den Schulen u.a. durch den Einsatz unterschiedlicher Professionen über Kooperationsvereinbarungen. Hierzu gehören z.B. Schulsozialarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen, Sport- und Musikpädagogen sowie Sport- und Musikpädagoginnen, Personen mit künstlerischen Berufen, Bibliothekare und Bibliothekarinnen oder Naturwissenschaftler und Naturwissenschaftlerinnen. Die Evaluationsergebnisse deuten darauf hin, dass die Schulen im Rahmen des Bonus-Programms vielfach von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht haben. Unterstützend hat sich für das Bonus-Programm der Zielvereinbarungsprozess zwischen Schule und Schulaufsicht erwiesen. Schulen haben konkrete Ziele benannt, die sich nach der individuellen Situation der Schule sowie der schulspezifischen Datenlage richten. In Gesprächen mit der Schulaufsicht, die die Schulen bei ihren Vorhaben berät und unterstützt, ziehen die Schulen einmal jährlich Bilanz über die Entwicklung ihrer Schule. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Schulaufsicht im Bonus-Programm wird von den Schulen positiv bewertet und als ein von gegenseitigem Vertrauen geprägter Prozess beschrieben.
 
Ziel des Bonus-Programms ist die Verbesserung der Bildungschancen von Schülerinnen und Schülern aus sozial benachteiligten Familien. Das Programm hat sich seit 2014 zu einem wesentlichen Baustein der Schulentwicklung an Schulen in schwieriger sozialer Ausgangslage entwickelt. Die Zahl der teilnehmenden Schulen im Bonus-Programm ist von 220 Schulen im Jahr 2014 auf 287 Schulen aller Schularten in öffentlicher und freier Trägerschaft angestiegen.
 
Der Evaluationsbericht des DIPF wird auf der Projekthomepage veröffentlicht:
www.dipf.de/de/bonus-studie-zweiter-ergebnisbericht


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