Kultusministerkonferenz

Fachtagung der Kultusministerkonferenz zur Umsetzung der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife

Die Kultusministerkonferenz will die gemeinsamen Bildungsstandards weiter voranbringen. Bei einer Fachtagung in Berlin sind dazu die Grundlagen für ein gemeinsames Vorgehen der Länder bei der Implementation der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife gelegt worden.

26.03.2013 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

"Es ist den Ländern wichtig, aus den bisherigen Erfahrungen zu lernen, um daraus Folgerungen für ein gemeinsames Vorgehen bei der Umsetzung der neuen Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife zu ziehen", betonte Stephan Dorgerloh, Präsident der Kultusministerkonferenz und Kultusminister Sachsen-Anhalts. Die Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife wurden im Oktober 2012 von der Kultusministerkonferenz verabschiedet.

Um die bisherigen Erfahrungen bei der Implementation der Bildungsstandards zu bilanzieren, neue Impulse für die länderübergreifende Zusammenarbeit zu setzen und erfolgreiche Wege für ein gemeinsames Vorgehen bei der Implementation der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife aufzuzeigen, hatte die Kultusministerkonferenz im vergangenen Jahr einen Veranstaltungszyklus ins Leben gerufen. Rund 250 Experten aus der Bildungspolitik, -forschung und -verwaltung, der Landesinstitute, der Eltern- und Lehrer-Verbände sowie Vertreter der Schülerinnen und Schüler nahmen an drei regionalen Konferenzen in Hamburg, München und Nordrhein-Westfalen teil.

Im Rahmen einer abschließenden vierten Veranstaltung der KMK in Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualitätssicherung im Bildungswesen (IQB) am 26. März in Berlin mit Vertretern aus allen 16 Ländern ging es darum, die bisherigen Erfahrungen mit den Bildungsstandards für die Primarstufe und die Sekundarstufe I zu nutzen, um daraus Schlüsse für ein unter den Ländern abgestimmtes Vorgehen bei der Einführung wie Umsetzung der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife zu ziehen. Auf der Grundlage erster Eckpunkte wurde darüber mit dem Ziel beraten, bis zur Kultusministerkonferenz am 20./21.06.2013 in der Lutherstadt Wittenberg eine Konzeption zur Implementation der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife vorzulegen, die mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 in allen Ländern umgesetzt werden soll.

Im Mittelpunkt stehen dabei die zentralen Handlungsfelder:

  • Standardbasierte Lehrpläne/ Bildungspläne und Prüfungsordnungen
  • Standardbasierte Lehr- und Lernmittel
  • Aus- und Fortbildung von Lehrkräften
  • Schul- und Unterrichtsentwicklung
  • Bereitstellung von standardbasierten Abiturprüfungsaufgaben

Die Kultusministerkonferenz sieht es als zentrale Aufgabe an, die Qualität schulischer Bildung, die Vergleichbarkeit schulischer Abschlüsse sowie die Durchlässigkeit des Bildungssystems zu sichern. Bildungsstandards sind hierbei von besonderer Bedeutung. Sie sind Bestandteile eines umfassenden Systems der Qualitätssicherung, das auch Verfahren der Schulentwicklung sowie der internen und externen Evaluation umfasst. Bildungsstandards greifen allgemeine Bildungsziele auf und benennen Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler bis zu einer bestimmten Jahrgangsstufe an zentralen Inhalten erworben haben sollen. Sie konzentrieren sich auf Kernbereiche eines Faches und formulieren fachliche sowie fachübergreifende Basisqualifikationen, die für die weitere schulische und berufliche Ausbildung von Bedeutung sind.

"Die Einführung von gemeinsamen Bildungsstandards stellt eine deutliche Verbesserung der Vergleichbarkeit von Abschlüssen zwischen den Ländern dar und zeugt von der gesamtstaatlichen Verantwortung der Kultusministerkonferenz", unterstrich der Präsident der Kultusministerkonferenz. "Damit sichern wir in der Ländergemeinschaft ein gemeinsames Leistungsniveau, vereinfachen die Mobilität und sorgen für vergleichbare Abschlüsse", so Dorgerloh weiter.


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