Flickwerk an der Hauptschule

Billiglehrer für 450 Euro retten die Hauptschule nicht Stuttgart –"288 Assistentenstellen werden die 1.200 Hauptschulen mit den stark sinkenden Schülerzahlen nicht retten. Die Pädagogischen Assistenten dürfen nicht eigenverantwortlich unterrichten. Hätte die Landesregierung stattdessen Lehrerstellen für Teamarbeit geschaffen, wäre dies ein besserer Beitrag für die individuelle Förderung der Schüler gewesen", sagte am Donnerstag (22.11.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

22.11.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Pädagogische Assistenten sollen bei einer vollen Stelle 1.820 Euro brutto verdienen, das entspricht dem Eingangsgehalt einer Erzieherin. Pro Schule stehen etwa 10 Stunden zur Verfügung. Sollten 10-Stunden-Verträge abgeschlossen werden, würden sie 455 Euro pro Monat verdienen.

Die GEW geht davon aus, dass das Konzept die Hauptschule nicht retten kann und macht sich für integrative Schulen stark. Die Bildungsgewerkschaft erinnert daran, dass bereits mehrfach Programme gescheitert sind. "Kultusminister Gerhard Mayer-Vorfelder hat 1980 versucht, die sinkenden Übertrittsquoten auf die Hauptschulen zu stoppen. Danach sind die Übertrittsquoten kurze Zeit gestiegen, um danach weiter zu sinken. Genauso ging es Kultusministerin Marianne Schultz-Hector 1993 mit der Einführung des freiwilligen 10. Schuljahres. An den Hauptschulen wird engagierte Arbeit geleistet, aber wenn diese Schulart von Arbeitgebern und Eltern nicht mehr akzeptiert wird, müssen wir unser Schulsystem auf neue Füße stellen", sagte Dahlem.

Wichtige Termine:
24.11.: Bildungskongress "Eine Schule für alle" in Ludwigsburg mit 800 Teilnehmer/innen. www.gew-bw.de

28.11.: IGLU-Studie, 04.12.: PISA-Studie, 06.12.: Bildungsbericht BW Informationen: www.gew-bw.de/Vergleichsstudien.html

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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