Inklusion

Förderschulen bleiben wichtige Kompetenzzentren und Lernorte

Bayerns Landtag hat die Inklusion zu einem Kernanliegen des Schulwesens gemacht und Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den sieben Förderschwerpunkten den grundsätzlich gleichberechtigten Zugang zu einer Regelschule eröffnet.

01.12.2017 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
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Gemeinsame Schule und Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne besonderen Förderbedarf, also Inklusion, kommt in Bayern gut voran und die Lehrkräfte engagieren sich hier nachhaltig und intensiv. Dabei gilt der Grundsatz: Das einzelne Kind mit seinem Förderbedarf steht im Mittelpunkt, Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf können gemeinsam in Schulen aller Schularten unterrichtet werden. Das Bayerische Kultusministerium rückt die Aussagen der BLLV-Vorsitzenden Fleischmann zurecht.

  1. In Bayern erfolgt der Ausbau der Inklusion nach dem Grundsatz "Inklusion durch eine Vielfalt von Angeboten": Der Freistaat stellt eigens für die Inklusion seit 2011 jedes Jahr 100 zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung, bisher sind dies insgesamt 700 zusätzliche Lehrerstellen. Für das Jahr 2018 sind weitere 100 Stellen für die Inklusion bereits beschlossen - das sind dann seit 2011 insgesamt 800 zusätzliche Stellen für die Inklusion.
  2. Weitere zusätzliche Stellen - sowohl für die Förderschulen als Kompetenzzentren wie auch für die Inklusion allgemein - sind im Bildungspaket "Für Bildung begeistern! Fördern, Fordern, Forschen" vorgesehen, das vom Bayerischen Kabinett im April 2017 beschlossen wurde. So soll die Arbeit der Förderschulen durch die Zuweisung von 250 zusätzlichen Stellen (davon 50 bereits 2018 sowie je 100 in den beiden folgenden Jahren) weiter unterstützt werden. Im Bildungspaket sind für die Jahre 2019/2020 jeweils weitere 100 zusätzliche Stellen für die Inklusion geplant.
  3. In Bayern sind die Förderschulen nicht nur Kompetenzzentren zur Unterstützung der Regelschulen, sondern bleiben - anders als z. B. in Nordrhein-Westfalen - auch Lernorte, die viele Eltern schätzen.
  4. In Bayern haben 298 Schulen das Profil Inklusion und richten damit ganz bewusst den Schulalltag nach diesem Grundsatz aus.
  5. Lehrkräfte, die an den Förderzentren wie auch in den Schulen mit dem Profil Inklusion unterrichten, sind entsprechend qualifiziert. Die Qualifizierung erfolgt in unterschiedlicher Weise:
    So gibt es eigens die Lehrkräfte für Sonderpädagogik. Für Lehrkräfte mit einer Befähigung für ein Lehramt anderer Schularten hat das Kultusministerium eine Zweitqualifizierungsmaßnahme für die Befähigung zum Lehramt für Sonderpädagogik eingeführt, an der allein im laufenden Schuljahr rund 120 Lehrkräfte teilnehmen.Inklusion ist Bestandteil der Ausbildung aller angehenden Lehrkräfte.Den Lehrkräften steht ein breites Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten zum Themenfeld "Inklusion" zur Verfügung. Allein im vergangenen Jahr haben z. B. knapp 26.000 Grund- und Mittelschullehrkräfte an rund 1.480 Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen.
  6. Bayern baut die Kapazitäten der bayerischen Universitäten zur Ausbildung von Lehrkräften für Sonderpädagogik merklich aus - um fünf Lehrstühle mit den entsprechenden Mitarbeiterstellen an Universitäten. Vor allem werden neben den beiden Standorten für die Ausbildung von Lehrkräften für Sonderpädagogik in München und Würzburg künftig auch an der Universität Regensburg Lehrkräfte für Sonderpädagogik ausgebildet. Daneben können mit dem Bildungspaket die bestehenden Angebote an den Universitäten in München und Würzburg schon 2018 um 10 Stellen verstärkt werden.
  7. Die Regelschulen werden durch die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste (MSD) unterstützt. Der MSD wird personell stetig ausgebaut.
  8. Bayern stellt in Kooperation mit den Kommunen ein flächendeckendes Beratungsangebot zur Verfügung. Säulen sind v. a. die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste der Förderschulen, die interdisziplinäre und vernetzte Inklusionsberatung an den Schulämtern und die Staatlichen Schulberatungsstellen mit Ansprechpartnern für Inklusion sowie rund 880 Schulpsychologen und rund 1.800 Beratungslehrkräfte vor Ort an den Schulen.

Bayern verfolgt konsequent das Ziel, alle Kinder bestmöglich zu fördern und ihnen eine umfassende Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.


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