Gastschülerabkommen unterzeichnet

Das neue Gastschülerabkommen zwischen den Ländern Brandenburg und Berlin ist heute in Berlin unterzeichnet worden. Das geänderte "Abkommen über die Gegenseitigkeit beim Besuch von Schulen in öffentlicher Trägerschaft zwischen dem Land Brandenburg und dem Land Berlin" gilt ab 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2013.

16.05.2008 Brandenburg, Berlin Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht und der Berliner Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner zeigten sich erfreut, dass es gelungen sei, die gute Kooperation der vergangenen Jahre fortzusetzen. Sie betonten: *Diese Regelung zwischen unseren Ländern erleichtert den Schulwech-sel über die Grenzen hinweg, schafft Transparenz und zeigt einmal mehr, wie eng die Bildungsregion Berlin-Brandenburg mittlerweile zusammenarbeitet. Das erste Gastschülerabkommen zwischen beiden Ländern war 1997 unterzeichnet worden.

Mit dem Abkommen wird der gegenseitige Schulbesuch im jeweils anderen Land im Rahmen freier Kapazitäten ermöglicht. Um den Saldo in Grenzen zu halten, muss für einen Schulbesuch im jeweils anderen Land ein wichtiger Grund vorlie-gen. Dazu zählt beim Besuch einer weiterführenden Schule, dass die Schüler auf Grund ihres Alters oder einer Behinderung betreuungsbedürftig sind und die Eltern insbesondere wegen Berufstätigkeit auf eine bereits bestehende Betreuung im Land Berlin angewiesen sind. Da mehr Schülerinnen und Schüler von Branden*burg an Berliner Schulen wechseln als umgekehrt, wird Brandenburg wie bisher Ausgleichszahlungen in Höhe von zehn Millionen Euro pro Jahr an Berlin zahlen.

Die Anzahl der Lehrkräfte, die Berlin aus Brandenburg übernimmt, wurde gesenkt. Ab dem Schuljahr 2009/2010 werden es nur noch 40 Lehrkräfte pro Jahr sein. Im Schuljahr 2008/2009 sind es etwa 60 Lehrkräfte.

Neu aufgenommenen wurde eine Regelung für die Schülerinnen und Schüler der Ortsteile Ahrensfelde, Eiche und Mehrow der Gemeinde Ahrensfelde (Landkreis Barnim). Damit soll die Aufnahme dieser Kinder und Jugendlichen an Berliner Schulen erleichtert werden. Ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung haben beide Länder im Interesse der Kinder und Jugendlichen nun für Planungssicherheit gesorgt: Schülerinnen und Schüler, die in diesen Ortsteilen mit Hauptwohnsitz gemeldet und wohnhaft sind und in Berlin eine Schule besuchen wollen, können dies bereits ab dem kommenden Schuljahr tun.


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