Schulstruktur

Gemeinsam für differenzierte Bildungsangebote, individuelle Bildungswege und beruflichen Erfolg der Jugend in Mitteldeutschland

"Es ist höchste Zeit, den bildungspolitischen Fehlentwicklungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen Widerstand entgegenzusetzen. Dafür werden wir künftig die Aktivitäten unserer einzelnen Landesverbände bündeln", erklärte der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer, Jürgen Böhm, am Rande der Koordinierungsgespräche am vergangenen Wochenende in Leipzig, bei denen die "Plattform Mitteldeutscher Lehrerverbände im VDR" ins Leben gerufen wurde.

11.01.2016 Sachsen-Anhalt, Thüringen Pressemeldung Verband Deutscher Realschullehrer

Um den Kindern und Jugendlichen vielfältige Bildungschancen zu erhalten, müsse den zunehmenden Einheitsschultendenzen in den beiden mitteldeutschen Bundesländern eine klare und tragfähige bildungspolitische Alternative angeboten werden, betonte Böhm.

In den vergangenen Jahren wurden in Sachsen-Anhalt und Thüringen differenzierte Bildungsangebote zunehmend durch politisch motivierte Einheitsschulkonzepte ersetzt. Bewährte Differenzierungsmöglichkeiten und anerkannte Schulformen werden eingeschränkt und die pädagogische Arbeit der Lehrkräfte gestaltet sich auf Grund der Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger.

"Die Tendenz zur Gemeinschaftsschule und die zunehmende Ideologisierung der Bildungspolitik widersprechen der Individualität Heranwachsender, den Anforderungen einer zukunftsfähigen und auf den einzelnen Schüler zugeschnittenen Bildungspolitik sowie den historischen Bildungstraditionen Mitteldeutschlands", so der VDR-Vorsitzende weiter.

Die Plattform Mitteldeutscher Lehrerverbände im VDR wird sich in Zukunft für

  • den Erhalt der bewährten Förderschulen in den Ländern,
  • die Qualität der anerkannten differenzierten Schulabschlüsse (Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur) und
  • die Gleichstellung von beruflicher und akademischer Bildung einsetzen.

Jeglichen Schulstrukturexperimenten auf dem Rücken der Kinder, der Jugendlichen und der Lehrkräfte erklären die Verbände eine klare Absage.


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