GEW: Qualifizierten Lehrernachwuchs sichern

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die bessere Bezahlung für zwanzig Prozent der Hauptschullehrer/innen "als ersten wichtigen Schritt". "Unser Druck zeigt Wirkung. Wenn wir aber den Lehrernachwuchs sichern wollen, können die Aufstiegschancen nur ein Anfang sein, sonst bleibt der qualifizierte Nachwuchs aus", sagte am Dienstag (27.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

27.01.2009 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW wies darauf hin, dass zusätzlich nicht nur die Schulleitungen an den Hauptschulen besser bezahlt werden müssen, sondern auch die Rektor/innen der Grundschulen. "Die Leiter/in einer Grundschule verdient dann weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen ohne Leitungsfunktion an der Hauptschule. Das ist unzumutbar und macht es noch schwieriger, Nachwuchs für die Führungsfunktionen zu finden", so Moritz.

Kultusminister Helmut Rau (CDU) hatte im Sommer 2008 in Aussicht gestellt, dass schrittweise alle Lehrer/innen an den Hauptschulen besser bezahlt werden sollen. "Davon ist jetzt keine Rede mehr und es wurde dafür auch kein Geld in den Haushalt eingestellt. Wir erwarten, dass die Landesregierung ihre Zusagen erfüllt und im nächsten Haushalt dafür Geld einstellt", sagte die GEW-Chefin.

Zwanzig Prozent der Hauptschullehrer/innen sollen ab dem Schuljahr 2009/10 mit A13 das gleiche Gehalt wie Realschullehrer/innen erhalten. "Damit wird zumindest schrittweise die GEW-Forderung nach besserer Bezahlung für Hauptschullehrkräfte umgesetzt. Kultusministerin Annette Schavan hatte dies bereits 2001 versprochen", so Moritz.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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