Baden-Württemberg

GEW: Schafft die Schule ab, die kostet nur Geld

"Mit dem Vorschlag, erneut und dauerhaft die Besoldungserhöhung für Landesbeamt/innen zu verschieben, zeigt die Landesregierung nach der Streichung der Lehrerstellen und den Kürzungen unter anderem bei Fortbildungen und jungen Lehrkräften, wie wenig wert ihr die Arbeit der pädagogischen Profis an den 4.500 Schulen im Land ist. Die Verschiebung der Gehaltserhöhung für Besoldungsgruppen ab A12 trifft vor allem die Lehrerinnen und Lehrer. Der Umgang mit den Landesbeschäftigten und die Bildungspolitik der Landesregierung tragen inzwischen die Überschrift ´Schafft die Schule ab, sie kostet nur Geld´. Für das Sparen hat die Landesregierung einen Plan, für die Bildungsreformen und die Unterstützung der Arbeit in den Schulen nicht", sagte am Mittwoch (20.03.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

20.03.2013 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW hatte bereits am Wochenende kritisiert, dass der Beamtenbund offenbar in den Verhandlungen mit der Landesregierung die Verschiebung der Besoldungserhöhung ins Spiel gebracht hatte. Der Landesvorstand der Bildungsgewerkschaft GEW hat am Wochenende heftige Kritik an der Landesregierung und deren Position in der aktuellen Tarif- und Besoldungsrunde geübt. Auch die fehlende Unterstützung der Landesregierung für einen Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte wird scharf kritisiert. In einer Resolution wird die zeit- und wirkungsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses der Landesangestellten auf die Beamt/innen und Versorgungsempfänger/innen verlangt.

"Der Landesvorstand der GEW Baden-Württemberg ist wütend und empört über den Umgang mit den Landesbeschäftigten und insbesondere mit den Lehrkräften. Keine Beschäftigtengruppe im Land wird von der Landesregierung in dem Maß zur Sanierung des Landeshaushalts herangezogen wie die Beschäftigten an Schulen. Gleichzeitig hängt von deren Engagement der Erfolg der Landesregierung ab, wenn es darum geht, die vielen angestrebten Reformziele zu erreichen. Mit den Plänen zur Streichung von Lehrerstellen und Qualifizierungsmaßnahmen, Verschlechterung der Unterrichtsversorgung und jetzt in der Tarif- und Besoldungsrunde zeigen Grüne und SPD, dass Bildung nichts mehr wert ist in Baden-Württemberg", so Moritz.

"Es sind die Lehrer/innen, denen zum nächsten Schuljahr bei ständig zunehmenden Aufgaben die Zeit für die vielfältigen Aufgaben an den Schulen um 14 Prozent gekürzt werden soll. Die Bereitschaft und Motivation der Beschäftigten zur Unterstützung der bildungspolitischen Reformen sinkt durch diese fehlende Wertschätzung und Anerkennung der Arbeit rapide", sagte Moritz.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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