GEW will zwei Millionen für bessere Schulen: Statt unsinniger Werbekampagne: 16 Millionen Äpfel - 44 neue Schulpsycholog/innen – 1.400 Unterrichtsstunden pro Woche

Die Bildungsgewerkschaft schlägt dem designierten Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) und Kultusminister Helmut Rau (CDU) vor, die geplanten zwei Millionen Euro für eine Werbekampagne zur Qualitätsoffensive direkt in den Schulen zu investieren.

31.01.2010 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Statt für zwei Millionen Euro Hochglanzbroschüren zu drucken, könnte die Landesregierung damit für ein Jahr die Zahl der Schulpsycholog/innen um 50 Prozent erhöhen, Krankheitsvertretungen für fast 1.400 Unterrichtsstunden pro Woche finanzieren oder für alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Schulobstprogramms 16 Millionen Äpfel kaufen. In jedem Fall wäre das Geld deutlicher sinnvoller angelegt", sagte am Sonntag (31.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Kultusminister Helmut Rau will morgen eine Werbekampagne für die Qualitätsoffensive Bildung vorstellen.


Sehr geehrter Herr Mappus, sehr geehrter Herr Rau,
geben Sie uns die zwei Millionen Euro. Wir würden damit:

  • für jeden der 44 Stadt- und Landkreise einen Schulpsychologen für ein Jahr finanzieren (derzeit gibt es ganz Baden-Württemberg 100 Schulpsychologen)

  • oder 50 Stellen für Krankheitsvertretungen bezahlen, die ein ganzes Jahr lang jede Woche dafür sorgen, dass etwa 1.400 Unter¬richtsstunden pro Woche weniger ausfallen

  • oder zum günstigen Einkaufspreis von 75 Cent pro Kilo 16 Millionen Äpfel kaufen, um das Schulobstprogramm der Bundesregierung zu unterstützen

  • oder die Streichungen bei den Lehrerfortbildungsmitteln wieder rückgängig machen, um die Qualitätsentwicklung der Schulen voranzubringen

  • oder ein ganzes Jahr lang jede Woche rund 1.400 Stunden Stütz- und Förderunterricht sowie Arbeitsgemeinschaften anbieten

  • oder 5.000 Kindern an den Ganztagsschulen für ein Jahr ein kostenloses Mittagsessen ermöglichen

  • oder 330 Beratungslehrer/innen (jeweils vier Wochenstunden) für ein Jahr finanzieren

  • oder 80 Pädagogische Assistent/innen einstellen

  • oder ...

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