Baden-Württemberg

GEW: Wo bleibt die "bessere Bildung für alle"?

"Seit heute sind die 18 Seiten zum Thema Bildungspolitik im grün-roten Koalitionsvertrag nicht mehr das Papier wert, auf das sie gedruckt wurden. Die Landesregierung hat "bessere Bildung für alle" versprochen und wird es jetzt mit der geplanten Streichung von 12.600 Lehrerstellen nicht einmal schaffen, den Status quo der schlechten Bildungspolitik von CDU und FDP zu halten. Das ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung zu Lasten der Jüngsten im Lande. Schüler, Eltern und Lehrkräfte hätten nicht erwartet, dass die Bildungspolitik nach dem Politikwechsel so unter die Räder kommt", sagte am Dienstag (10.07.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

10.07.2012 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW nennt die Bildungspolitik der Landesregierung "planlos". "Bevor das Kultusministerium überhaupt von der so genannten demografischen Rendite und der Streichung von Lehrerstellen spricht, müsste es zuerst seine Hausaufgaben machen und eine regionale Schulentwicklungsplanung starten. Die Konsequenz dieser Bildungspolitik wäre die Schließung hunderter Grundschulen. Grün-Rot würde damit das Aus für wohnortnahe Schulen beschließen", sagte Moritz.

In Baden-Württemberg gibt es 2.451 öffentliche Grundschulen. Ein Stellenabbau in diesem Ausmaß würde die Schließung der vielen kleinen Grund- und Hauptschulen bedeuten.

"Es gibt in der ganzen nächsten Legislaturperiode bis 2016 keine Gründe, auch nur eine einzige Lehrerstelle zu streichen. Wenn wir weiterhin wohnortnahe Grundschulen und kleinere Klassen, echte Ganztagsschulen und bessere Unterrichtsversorgung, den Lehrermangel verhindern und Inklusion realisieren wollen, brauchen wir alle frei-werdenden Lehrerstellen in den Schulen. Das bringt für unsere Zukunft mehr Zinsen als die Schuldentilgung bei den Banken", sagte Moritz.

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GEW Baden-Württemberg

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