Gewaltfreie Schule ist keine Utopie

Gewaltprävention soll an jeder Schule eine Selbstverständlichkeit werden, schlugen die Aktion Jugendschutz (ajs) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Montag (24.10.) in Stuttgart vor. "Es genügt nicht, wenn einzelne Lehrkräfte für Gewaltprävention zuständig sind. Das Thema muss in der Lehrerausbildung ein fester Bestandteil werden und eine größere Rolle in der Lehrerfortbildung spielen", sagte Ursula Pfeiffer, ajs-Landesvorsitzende vor Journalist/innen.

24.10.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

ajs und GEW machen sich dafür stark, dass im Rahmen des Ausbaus der Ganztagsschulen auch Gewaltprävention im pädagogischen Konzept der Schulen einen wichtigen Platz erhalten soll. "Gewaltprävention funktioniert nur, wenn pädagogische Profis entsprechende Projekte initiieren und langfristig begleiten. Das geht nicht mit ehrenamtlichen Jugendbegleitern, sondern nur mit qualifizierten Lehrkräften, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie Erzieherinnen und Erziehern. Die Streichung der Landesmittel für Schulsozialarbeit war ein Fehler und sollte von Ministerpräsident Günther Oettinger rückgängig gemacht werden", sagte der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

Der Tübinger Schulleiter Fritz Sperth zeigte am Beispiel der bereits mehrfach ausgezeichneten Hauptschule Innenstadt, dass Schulen der Gewalt nicht hilflos gegenüber stehen müssen, sondern erfolgreiche Gewaltprävention durch systematische Schulentwicklung möglich ist.

ajs und GEW veranstalten am Dienstag (25.10.) in Stuttgart eine landesweite Fachtagung unter dem Titel "Was geht!?" Dort werden erfolgreiche Ansätze in der Gewaltprävention an Schulen in Baden-Württemberg vorgestellt.

Weitere Informationen: www.ajs-bw.de und www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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