Leistungsförderung

Gezielte Förderung aller Schüler benötigt mehr Personal und Initiative

Zum Start des Programms „Leistung macht Schule“ am 21. Februar durch den Ministerpräsidenten begrüßt die GEW Sachsen-Anhalt die Bereitstellung zusätzlicher Mittel, macht aber gleichzeitig auf die Vielzahl fehlender Lehrkräfte an nahezu allen Schulen aufmerksam.

21.02.2018 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt
  • © sirtravelalot/Shutterstock

Damit fehlen auch vielerorts notwendige Fördermöglichkeiten für alle Kinder. Die weitere Überwindung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich ist jedoch ein ausgesprochen gutes Signal.

An der Förderung über zehn Jahre nehmen acht Schulen in Sachsen-Anhalt teil. Dazu erklärte Eva Gerth, Landesvorsitzende der GEW, heute in Magdeburg: „Jeder hundertsten Schule im Lande Mittel zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler bereitzustellen, ist nicht verkehrt aber deutlich zu wenig. Allerdings begrüßen wir ausdrücklich den Ansatz einer gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern.“ Momentan fehle an allen Ecken und Enden des Schulsystems pädagogisches Personal in ungekannten Größenordnungen. Der Unterrichtsausfall erreiche unverantwortliche Höhen, an Förderung sei da meistens gar nicht zu denken.

„Ziel der Politik muss es sein, alle Schülerinnen und Schülern zum bestmöglichen Abschluss zu führen. Dafür brauchen die Lehrkräfte Zeit und die Schulen Personal.“ Ideen und Möglichkeiten einer Kooperation zwischen Bund und Ländern seien hier äußerst nützlich und müssten zügig weiter ausgebaut werden. Allerdings müsse in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen werden, dass die fachlichen Korrespondenzzirkel unter Bildungsminister Marco Tullner nicht weitergeführt wurden. „Hier wurden vor kurzem bewährte Strukturen zusätzlicher Förderung ohne Not abgebaut, die landesweit vielen Schülerinnen und Schülern zugutekamen“, sagte Gerth abschließend.

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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