Große Pause, große Namen: Wladimir Kaminer

Wenn prominente Autoren an ihre Schulzeit zurückdenken, kommen ihnen meist der Unterricht in Deutsch und Geschichte in den Sinn. Auf der Bildungsmesse didacta haben wir den Schriftsteller Wladimir Kaminer zur schulischen Bildung befragt. Seine Erinnerungen und Ansichten schildert er im Interview.

21.04.2017 Bundesweit Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH
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Was muss Schule vermitteln?
Wladimir Kaminer: Ich glaube, die Hauptaufgabe von Schule ist, den jungen Menschen die Erfahrung zu geben, in einem Kollektiv zu leben mit Menschen, die anders sind. Meine Kinder haben in der Schule gelernt, Kompromisse zu schließen. Sie haben gelernt, dass sie nicht immer Recht haben. Das ist eine Erkenntnis, die man sonst kaum bekommt. Denn die jungen Leute sind immer davon überzeugt, dass sie im Recht sind.

Wladimir Kaminer ist Schriftsteller. Er wurde in Moskau geboren, ging dort zur Schule. Heute lebt er mit seiner Familie in Berlin. Zu seinen vielen erfolgreichen Romanen zählen Russendisko, Goodbye Moskau und Militärmusik. In seiner Lesung anlässlich der didacta liest er einen Ausschnitt aus seinem Buch Coole Eltern leben länger, das 2016 beim Goldmann Verlag erschienen ist.

Was waren Ihre Lieblingsfächer?
Geschichte, Literatur und Musik.

Welche Lektüre gehört in den Deutsch-Lehrplan?
Ich weiß es nicht. Ich weiß, dass Schüler sehr kritisch der Literatur entgegenblicken. Alles, was sie zu lesen bekommen, beschimpfen sie. Das Einzige, was sie alle gut gefunden haben, war Tschick. Vielleicht sowas.

cornelsen.de/deutschextra

Wladimir Kaminer — Interview

Wladimir Kaminer — Lesung

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