Qualitätsverbesserung

Grundschulen im Saarland haben Spitzenwert bei Schüler-Lehrer-Relation

Das Saarland hat bei seinen Grundschulen im bundesweiten Vergleich einen Spitzenwert bei der Relation von Schülerinnen und Schülern zu Lehrkräften. Das besagen Zahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

13.09.2018 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland
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Nach diesen kommen an saarländischen Grundschulen auf 12,3 Schülerinnen und Schüler eine Lehrerin oder ein Lehrer. Der deutschlandweite Schnitt liegt bei 15,3.

Für Bildungsminister Ulrich Commerçon ist diese Entwicklung keine Überraschung: „Wir haben früh angefangen, unsere Grundschulen bei den vielen Herausforderungen personell zu unterstützen. Die Lehrerinnen und Lehrer leisten hervorragende Arbeit. Mir ist wichtig, dass wir gute Arbeitsbedingungen in unseren Schulen haben und diese weiter ausbauen. Dass wir mittlerweile bundesweit den Spitzenwert bei der Schüler-Lehrer-Relation an Grundschulen erreicht haben, zeigt, dass unser Engagement trotz Haushaltsnotlage enorm ist. Wir wollen hier aber mehr: Unser nächstes Ziel muss es sein, die multiprofessionellen Teams weiter auszubauen.“ 

Für diese multiprofessionellen Teams – bestehend u.a. aus Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen und Schulpsycholog_innen – hat die Landeregierung ab 2020 zwei Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt. Diese Mittel sollen sukzessive um 100.000 Euro pro Jahr weiter aufwachsen. 

„Ein nächster Schritt muss auch sein, der Schulsozialarbeit durch klare Aufgaben und Zuständigkeiten im System einen festen Platz zuzuweisen. Derzeit gibt es in diesem Bereich noch eine Vielzahl von Zuständigkeiten. Für Struktur- und Qualitätsverbesserungen müssen diese in einer Hand gebündelt werden“, so der Bildungsminister. 

Die Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigen bei den weiterführenden Schulen ebenfalls eine gute Entwicklung: Hier liegt die Schüler-Lehrer-Relation im Saarland genau im nationalen Schnitt von 13,1.

Hintergrund

Um den gestiegenen Herausforderungen und Aufgaben an den Schulen zu begegnen, wurden bereits in vielen Bereichen Maßnahmen zur Entlastung auf den Weg gebracht.

Einige Bespiele: 

  • Rund 300 Lehrkräfte zusätzlich eingestellt
  • Kein Lehrkräftemangel: anders als in anderen Bundesländern wurden im Saarland alle Stellen besetzt
  • Verkleinerung der Klassen an Grundschulen, Absenkung der Lehrerwochenstunden (LWS) von 28, 5 auf 28 LWS
  • Zusätzliche Stunden bei besonderen Belastungen, z.B. für Doppelbesetzungen, Fördermaßnahmen
  • Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen, z. B. 257 Sprachförderlehrkräfte im letzten Schuljahr, zusätzliche Sprachförderstunden
  • Zusätzliche Mittel für Fortbildung und Beratung von Schulleitungen zur Steuerung von Schulentwicklungsprozessen: „Werkstatt Schule leiten“ mit der Deutschen Schulakademie (DSA)
  • Zusätzliche Mittel für Fortbildung und Beratung von Lehrkräften für Unterrichtsentwicklung: „Werkstatt Individualisierung“ mit der DSA, ProfIL (Programm für individuelle Lernbegleitung)

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