Stellenfinanzierung

Hände weg von der Bildung - nicht am falschen Ende sparen

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR warnt die Landesregierung, die zum Regierungsbeginn vorwiegend im Wirtschafts- und Europaministerium neu eingerichteten Stellen auf Kosten der Bildung und Inneren Sicherheit zu refinanzieren.

05.07.2018 Niedersachsen Pressemeldung Verband Niedersächsischer Lehrkräfte
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So soll das Kultusministerium nach den Beschlüssen der letzten Haushaltsklausur ab 2021 4 Millionen Euro, das wären etwa 55 Stellen, einsparen. „Das darf nicht geschehen. Wer zu Beginn der Legislaturperiode zusätzlich 100 neue Stellen einrichtet, muss sich vorher genau überlegen, wie diese finanziert werden. Wir warnen eindringlich davor, bei der Bildung zu sparen. Hände weg von der Bildung!“ warnt Torsten Neumann, VNL/VDR-Landesvorsitzender.

Der VNL/VDR verweist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf, dass Bildung zweifelsohne auch in Zukunft äußerst wichtig ist. „Die Umsetzung der Inklusion, die Digitalisierung, die flächendeckende Einführung der Schulsozialarbeit, der Ganztag, eine vertiefte Berufsorientierung – um nur einige Baustellen in Niedersachsens Bildungswesen zu nennen – bedürfen einer sehr guten personellen Ausstattung. Gute Bildung ist nicht durch Kürzungen im Kultusetat zu erreichen“, so Neumann weiter.

Der VNL/VDR fordert Kultusminister Tonne auf, sich vehement gegen die Einsparung von Stellen im Kultusministerium ab 2021 einzusetzen. „Die Situation an unseren Schulen ist jetzt schon sehr angespannt. Eine gute, ausreichende Unterrichtsversorgung ist noch immer nicht gesichert. Da kann nicht nachvollzogen werden, dass man im Bildungsbereich wieder sparen will. Wer an der Bildung spart, spart am falschen Ende“, appelliert Neumann an die Verantwortlichen in Hannover abschließend.


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