Hauptsache Lesen!

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und die Stiftung LERNEN der Schul-Jugendzeitschriften FLOHKISTE/floh! vergeben morgen, am 14. März, auf der Leipziger Buchmesse zum ersten Mal den Förderpreis "Hauptsache LESEN". Der mit 5.000 Euro dotierte Preis für nachhaltige Leseprojekte in Grundschulen geht zu gleichen Teilen an die Grundschule Dürrn (Baden-Württemberg), die Grundschule Lindberg (Bayern) und die Johannesschule in Hamm (Nordrhein-Westfalen) – siehe Anlagen. Ehrengast bei der Preisverleihung ist dank freundlicher Unterstützung des WDR die Maus aus der "Sendung mit der Maus".

13.03.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

"Ohne Lesen geht nichts", hebt Ludwig Eckinger, der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) anlässlich der Premiere für den Grundschulförderpreis hervor. "Weil die Lesekompetenz ein Gradmesser für die Chance auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe ist, müssen Kinder so früh wie möglich zum Lesen verlockt werden und Lesen lernen. Ich freue mich, dass immer mehr Grundschulen pädagogisch sehr einfallsreich und langfristig angelegt die Leseerziehung ganz oben auf der Agenda stehen haben." Eckinger erklärt mit Blick auf die Ergebnisse der Internationalen Grundschulstudie IGLU 2006, inzwischen verfüge zwar mehr als jedes zweite zehnjährige Kind über eine hohe Lesekompetenz, aber über dieser guten Botschaft dürften nicht die Zehnjährigen mit geringen Lesekompetenzen vergessen werden. Dies betreffe noch immer 13 Prozent der Zehnjährigen, auch wenn IGLU den deutschen Grundschulen bescheinige, dass sie Spitze sind.

Günther Brinek, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung LERNEN, unterstreicht: "Die Intention des neuen Förderpreises geht vor allem in Richtung Nachhaltigkeit der Leseerziehung in den Grund­schulen. Wir wollen Schulen anregen, kreative Leseprojekte in Klassen und eine Gesamtidee für die ganze Schule zu entwickeln, in die auch die Eltern eingebunden werden."

Die drei Preisträgerschulen überzeugten die Jury, weil sie in besonderer Weise den Leseunterricht und die Entwicklung eines musisch-kulturellen Schulprofils in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Der Freiburger Grundschuldidaktiker und Juryvorsitzende Arnold Grömminger sagt: "Der Wettbewerb bot Schulen die Möglichkeit, ihre engagierte und anstrengende Arbeit auf Bundesebene zu präsentieren. Schulen haben meist nur Chancen zur Anerkennung ihrer Leistungen bestenfalls im örtlichen Rahmen."

Es wurden 150 Bewerbungen von Grundschulen aus 14 Bundesländern eingereicht.


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