Bildungsinvestitionen

Hessen: Ganztagsausbau im Schuljahr 2018/19 auf Rekordhoch

Kultusminister Lorz: „Während der Bund zunächst einmal Bildungsinvestitionen ankündigt, investiert Hessen bereits seit vielen Jahren auf Rekordniveau“

12.09.2018 Hessen Pressemeldung Hessisches Kultusministerium
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„Wir als Hessische Landesregierung haben uns die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern von Grundschulkindern auf die Fahnen geschrieben, verbunden mit einer besseren individuellen Förderung und erweiterten Möglichkeiten zur schulischen Qualitätsentwicklung im Zuge der ganztägigen Entwicklung von Grundschulen“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz anlässlich der heutigen Debatte im Hessischen Landtag zum Ausbau ganztägiger Angebote in den Schulen. Daher wurde bereits zu Beginn dieser Legislaturperiode der Pakt für den Nachmittag ins Leben gerufen und seitdem überaus erfolgreich umgesetzt.

Zwischenzeitlich beteiligen sich rund drei Viertel aller hessischen Schulträger mit insgesamt 208 Grundschulen und Grundstufen von Förderschulen am Pakt für den Nachmittag. „Während der Bund zunächst einmal Bildungsinvestitionen ankündigt, investiert Hessen bereits seit vielen Jahren auf Rekordniveau in bessere Bildung und den Ausbau der ganztägigen Arbeit an unseren Schulen. Mit dem Pakt für den Nachmittag legen wir in Hessen sowohl auf Quantität als auch auf Qualität Wert und sind somit schon einen guten Schritt weiter“, so der Kultusminister. Im Schuljahr 2018/19 gibt es an rund 1.150 Schulen ganztägige Angebote – das sind etwa 70 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen. Hierfür stehen zusätzlich zur Grundunterrichtsversorgung knapp 3.000 Stellen und damit 1.500 mehr als noch zu Beginn der Legislaturperiode zur Verfügung. Mit anderen Worten: Das Land stellt derzeit so viele Stellen und Mittel zusätzlich zur Grundunterrichtsversorgung für ganztägige Angebote zur Verfügung wie noch nie.

Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei die Investitionen im Grundschulbereich. So beträgt die Quote der am Pakt für den Nachmittag teilnehmenden Schülerinnen und Schüler im landesweiten Schnitt inzwischen über 60%. Neben der Möglichkeit für Grundschulen, den Pakt für den Nachmittag als ganztägiges Programm zu nutzen, können sich Schulen weiterhin auch für die bereits etablierten Ganztagsprofile 1, 2 und 3 entscheiden. Im Vergleich zum Schuljahr 2013/14 ist der Anteil der ganztägig arbeitenden Grundschulen und verbundenen Grundschulen bis zum Schuljahr 2018/19 um 20 Prozentpunkte angestiegen: von 38 % auf 58 %. Nahezu die Hälfte aller aufgewendeten Ressourcen im Ganztagsprogramm des Landes werden für Grundschulen eingesetzt.

Und nicht zuletzt ist Hessen schon heute auf einem guten Weg zur Vorbereitung der Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen ganztägigen Betreuungsplatz für Grundschulkinder. Die Erfahrungen bei der Umsetzung der etablierten Ganztagsprofile 1, 2 und 3 und die bereits bestehende langjährige Zusammenarbeit mit den Schulträgern bei deren Umsetzung des Pakts für den Nachmittag stellen eine hervorragende Grundlage dar. „Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll, ins Blaue hinein zu planen und zu konzeptionieren, ohne sich mit dem Bund und den anderen Ländern abzustimmen. Dieser Abstimmungsprozess hat gerade erst begonnen. Wir gehen mit Augenmaß Schritt für Schritt vor“, erklärte Lorz abschließend.


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