Heute Eltern-Demo in Tübingen - GEW unterstützt Elterninitiativen für mehr Lehrer/innen

Die GEW unterstützt die Elternproteste für kleinere Klassen und bessere Unterrichtsversorgung und schlägt die sofortige komplette Aufhebung der Stellensperre vor. "Drei Wochen nach dem Schulstart mer­ken viele Eltern, dass Oettingers Kinderland ein leeres Ver­sprechen bleibt. Die Klassenzimmer sind überfüllt und viel zu oft fällt Unter­richt aus", sagte am Freitag (28.09.07) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

28.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Heute Abend protestieren in Tübingen Eltern der Realschulen mit einem Fackellauf gegen die "katastrophale Lehrerversorgung". Am 10. Oktober will in Stuttgart eine Elterninitiative aus Neuhausen (Enzkreis) 54.000 Briefe für kleine Klassen an Kultusminister Helmut Rau über­reichen.

"Wir bekommen über unser Internetportal immer noch Meldungen, dass es an Lehrern mangelt. Um den Pflichtunterricht zu sichern, wurden an den Schulen Arbeitsgruppen und Förderunterricht gestrichen, oft mussten Klassen zusammengelegt werden. Die GEW appelliert an die Landes­regierung, die Eltern ernst zu nehmen, kurzfristig weitere Lehrerinnen und Lehrer einzustellen und den Klassenteiler zu senken", so Dahlem.

Aus dem Internetportal Unterrichtsversorgung:
"Eine Frechheit, dass Minister Rau verlauten lässt, der Pflichtunterricht sei gesichert; der blanke Hohn, wenn ich an unserer Schule schaue."
"Kinderland BW?! Wo liegen die Vorteile für solche Schulen mit besonderem Profil, wie wir sie waren. Verschlechterung pur!"
"Das Glas ist allmählich voll, vielleicht finden sich auch im Realschulbereich mutige Schulleiter, die ihre Probleme nach außen tragen."
"Der Sterbeprozess der Hauptschule wird durch die verkündeten Maßnahmen nur um ein bis zwei weitere Jahre in die Länge gezogen."

Beispiele für schlechte Unterrichtsversorgung: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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