In den Ferien steht Deutsch auf dem Stundenplan

Kultusminister Jürgen Schreier hat heute (9.7.07) an der Erweiterten Realschule (ERS) II in Saarlouis die Sommerschule für Migrantenkinder besucht. Zum ersten Mal bietet das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft an drei weiterführenden Schulstandorten das Förderprogramm "Lernen in der Sommerschule - Migrantenkinder lernen in den Ferien Deutsch" an. Neben der ERS Saarlouis sind dies die ERS Völklingen und die Gesamtschule Sulzbachtal (Standort Dudweiler).

09.07.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Ziel der dreiwöchigen Sommerschule - die noch bis zum 21. Juli 2007 dauert - ist es, "Migrantenkinder" und insbesondere auch "Seiteneinsteiger" (Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf bis sieben) mit geringen Deutschkenntnissen zu Beginn der Sommerferien intensiv in der Deutschen Sprache zu fördern. Die täglichen Lernzeiten dauern von 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr.

Kultusminister Jürgen Schreier: "Ich bin davon überzeugt, dass gerade die Ferien eine gute Möglichkeit bieten, besser Deutsch sprechen und schreiben zu lernen. Die Sommerschule soll darüber hinaus mithelfen, interkulturelle und soziale Kontakte zu knüpfen, damit die Schülerinnen und Schüler mehr Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein gewinnen."

"Abenteuer Sprache und Theater":

Unter dem Motto "Abenteuer Sprache und Theater - wir reisen um die Welt" bieten 10 qualifizierte Fachlehrkräfte, 6 Werkstättenleiter des Theaters Überzwerg und 8 ausgebildete Betreuer den insgesamt 80 Kindern an den drei Standorten ein abwechslungsreiches Programm an, bei dem lebensweltorientierter Sprachunterricht und sprachbezogene Kreativitätswerkstätten (Theater, Kunst, Rhythmus, Tanz, Bewegung, Exkursionen) eng aufeinander abgestimmt sind.

Der systematisch strukturierte Sprachunterricht "Deutsch als Fremdsprache" wird in alltäglichen Situationen erlebbar gemacht und verankert. Kreativitätswerkstätten runden das Programm ab. Die Mischung aus Unterricht, Tanz/Rhythmus und Theaterspiel sowie sprachbezogener Freizeitgestaltung (Exkursion) ist Neuland.

Ein wichtiger Bestandteil der Sommerschule ist die Einbeziehung der Eltern mit Migrationshintergrund. Dies geschieht mit Hilfe von Exkursionen oder Theaterspielen und gewährleistet außerdem, dass die Kinder permanent anwesend sind.

Partner der Sommerschule ist neben dem Deutschen Roten Kreuz auch die Robert-Bosch-Stiftung, die das Programm in diesem Jahr mit 50 000 Euro unterstützt. Höhepunkt und Abschluss der Sommerschule ist eine gemeinsame Theateraufführung aller 80 Kinder am 21.7.07, um 15.00 Uhr im Theater Überzwerg. Dort werden die Kinder ihren Eltern präsentieren, was sie gelernt haben.

Weitere Integrationsangebote des Kultusministeriums

  • Sprachförderprogramm "Früh Deutsch lernen" an der Schnittstelle von Kindergarten und Grundschule
  • Sprachförderprogramm SIGNAL zur Förderung von Migrantenkindern und deren Eltern
  • Förderprogramm "Hören, Lauschen, Lernen" im Kindergarten
  • Förderprogramm Mercator für Kinder der Klassen 5 -7 an ERS und Gesamtschulen in sozialen Brennpunkten
  • Stipendienprogramm START Saar für begabte Migrantenkinder

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