Bildungspolitik

Inklusion in Schule und Bildungspolitik ins Zentrum rücken

Vor dem Hintergrund der aktuellen bildungspolitischen Entwicklung und Diskussion in Bremen legen Unterzeichner und Unterzeichnerinnen des Bremer Memorandums "Inklusion in Schule und Bildungspolitik ins Zentrum rücken!" einen Reader zur Inklusion vor.

27.09.2017 Bremen Pressemeldung Bremen: Pressestelle des Senats
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2015 haben sich insgesamt 30 Organisationen, Verbände und Vereine zum "Bremer Bündnis für schulische Inklusion" zusammengetan und das Memorandum "Inklusion in Schule und Bildungspolitik ins Zentrum rücken!" unterzeichnet. Mit dem Memorandum fordern sie die Bildungspolitik auf, die notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Inklusion gelingen kann.

Im Frühjahr 2016 führten die Initiatoren des "Bremer Bündnisses für schulische Inklusion", der Landesbehindertenbeauftragte sowie der Verein "Eine Schule für Alle Bremen" eine gut besuchte Fachveranstaltung durch. In deren Verlauf wurden von Vertreterinnen und Vertretern der Unterzeichner des Memorandums sowie von Kita, Grund- und Oberschule, ZuP, ReBUZ und von Eltern die aktuellen Entwicklungen in der Inklusion dargestellt. Anschließend erörterte man dies mit dem Staatsrat bei der Senatorin für Kinder und Bildung, Frank Pietrzok, sowie den bildungspolitischen Sprechern und Sprecherinnen der Fraktionen in der Bremischen Bürgerschaft.

Die Forderung nach einer Verbesserung der personellen, strukturellen und methodischen Voraussetzungen für eine gelingende Inklusion in Bremens Schulen hat für die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen des Memorandums in Zeiten von Brandbriefen, der Klagen über fehlendes oder überfordertes Personal sowie der offenen Diskussion über die "Grenzen der Inklusion" nichts an Aktualität verloren. Dies belegt auch die Resolution für eine inklusive Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission vom Sommer dieses Jahres.

Der jetzt vorgelegte Reader zeigt, was Inklusion für die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen des Memorandums "Inklusion in Schulen und Bildungspolitik ins Zentrum rücken" aus ihrer jeweiligen Perspektive bedeutet.

Der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Joachim Steinbrück erklärt zum Reader: "Mit dem Reader wollen wir deutlich machen, dass den Unterzeichnern des Memorandums sehr an einer gelingenden Inklusion, das bedeutet einer gleichberechtigten Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler, gelegen ist. Deutschland hat sich mit der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, ein inklusives Bildungs- und Schulsystem zu gewährleisten. Nach dem Bremischen Schulgesetz sind die Schulen des Landes Bremen dazu verpflichtet, sich zu inklusiven Schulen zu entwickeln. Die hierfür erforderlichen personellen, konzeptionellen und materiellen Ressourcen müssen abgesichert und weiter ausgebaut werden."

Der Verein "Eine Schule für Alle Bremen" betont: "Das breite Bündnis der Unterzeichner und Unterzeichnerinnen des Memorandums unterstreicht, dass Inklusion ein Anliegen ist, welches weit über das Bildungssystem hinausreicht. Inklusion ist eine Querschnittaufgabe - sie ist qualitativ hochwertig umzusetzen und betrifft alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens."


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