Baden-Württemberg

Inklusion nicht weiter verschieben – Gemeinschaftsschulen unterstützen

Die Bildungsgewerkschaft GEW und das Netzwerk "In einer Schule gemeinsam lernen" schlagen ein Maßnahmenpaket für die Umsetzung der Inklusion in den Schulen und Kitas in Baden-Württemberg vor.

06.02.2013 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Die Landesregierung hat nach den vollmundigen Versprechen im Koalitionsvertrag fast nichts getan. Sie muss jetzt die Weichen stellen, dass in allen Schularten die Inklusion umgesetzt werden kann. Eine Verschiebung des Gesetzgebungsverfahrens auf das Schuljahr 2014/15 ist nicht akzeptabel", sagte am Mittwoch (06.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Im Netzwerk "In einer Schule gemeinsam lernen" haben sich 30 Organisationen aus Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Dazu gehören unter anderem pädagogische Fachverbände, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Dachverbände wie der Landesfamilien- und Landesfrauenrat.

Das Netzwerk weist darauf hin, dass die UN-Konvention den Aufbau eines inklusiven Schulsystems zur Pflichtaufgabe mache und die Landesregierung Inklusion nicht zum Nulltarif schaffen könne. "Bisher fehlt ein Finanzierungskonzept. Wir müssen den allgemein bildenden Schulen zusätzliche Lehrerstellen geben und gleichzeitig dafür sorgen, dass an den Sonderschulen die gute Qualität erhalten bleibt", sagte Moritz.

Johannes Pande vom Berufs- und Fachverband Heilpädagogik e.V. und Rolf Kaschub von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) "Gemeinsam leben – gemeinsam lernen" begrüßten die Einführung der inklusiven Gemeinschaftsschule als bildungspolitischen Meilenstein.

Damit die Gemeinschaftsschulen erfolgreich arbeiten können, verlangen die pädagogischen Experten im Netzwerk unter anderem eine bessere Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung, den Ausbau der Ganztagsschulen und eine sinnvolle regionale Schulentwicklungsplanung.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden