Integration als gemeinsames Anliegen annehmen

Als "Riesenschritt in die richtige Richtung" bezeichnet der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger die Bemühungen von Bund, Ländern und Kommunen um die Integration von Migranten in Deutschland. Gleichzeitig warnt Eckinger, die Entstehung von Parallelgesellschaften dürfe nicht geduldet werden.

11.07.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

"Die Integration kann nur gelingen, wenn sie als gemeinsames Anliegen von deutscher und Migrantenseite angenommen wird. Wer sich dafür entscheidet, seine Existenz in Deutschland zu schaffen, muss Kenntnisse der deutschen Sprache als Existenzgrundlage erwerben und die kulturelle Tradition Deutschlands achten." Eckinger appelliert deshalb insbesondere an die türkischen Eltern, sich stärker für die schulischen Belange ihrer Kinder zu interessieren. Viele Enttäuschungen könnten vermieden werden, würden sich Eltern mit Migrationshintergrund mehr als Partner der Schulen ihrer Kinder einsetzen. "Jede ausgestreckte Hand von Lehrerinnen und Lehrern, die zurückgewiesen wird, ist eine verschenkte Chance auf Integration", so Eckinger.

Der VBE-Bundesvorsitzende hält verpflichtende Deutschkurse für Migranten für unumgänglich. Wichtig sei jedoch, dass das Angebot ausreichend sei und von Fachlehrkräften durchgeführt werde.

Deutlich müsse der Deutschunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund verbessert werden, betont Ludwig Eckinger. "Bereits im Kindergarten und in der Grundschule muss durch gezielte Deutschförderung ein Scheitern von Migrantenkindern verhindert werden. Gerade die Kinder, in deren Familien nicht deutsch gesprochen wird, drohen hoffnungslos ins Aus zu geraten, wenn nicht gegengesteuert wird." Der VBE-Bundesvorsitzende verweist darauf, dass sich multinational zusammengesetzte Sprachlernklassen, Übergangs- und Vorbereitungsklassen sehr bewähren würden, weil die Kinder dort hoch motiviert würden, die deutsche Sprache als einzig gemeinsame Verkehrssprache anzunehmen.


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