Resolution

Islamischer Unterricht als Regelangebot gefordert

Einstimmig verabschiedete Resolution des Studientags „Quo vadis Islamischer Unterricht“ fordert die Politik auf, jetzt die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

27.11.2017 Bayern Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.
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Mit einer am Freitag in Nürnberg verabschiedeten Resolution soll der politische Druck für ein Regelangebot des Islamischen Unterrichts an allen Schularten in Bayern erhöht werden. In ihr wird gefordert, die Arbeitsbedingungen der Lehrerinnen und Lehrer, die diesen Unterricht erteilen, zu verbessern. Dazu gehören unbefristete Verträge und Einsätze an maximal drei verschiedenen Schulen. Die Resolution wurde einstimmig beim Studientag „Quo vadis Islamischer Unterricht?“ mit rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verabschiedet - unter ihnen die Mehrzahl aller derzeitigen Lehrerinnen und Lehrer für Islamischen Unterricht in Bayern. Veranstaltet wurde der Studientag vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Um ein Regelangebot zu ermöglichen, müssten die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden. Zudem seien die Ausbildungskapazitäten deutlich zu erhöhen. Auch seien Mindeststandards hinsichtlich der Qualifikation der Lehrenden nötig. In der Resolution sprechen sich die Autoren/innen zudem für die Schaffung eines Expertenbeirats aus, der sich aus Musliminnen und Muslimen zusammensetzt. Er soll Ansprechpartner für Fragen des Islamischen Unterrichts in Bayern werden. Dem Expertenbeirat sollen neben fachwissenschaftlichen Expert/innen und Lehrer/innen für Islamischen Unterricht auch repräsentative Vertreter/innen des Islam in Bayern angehören.

Zu den Autoren der Resolution mit dem Titel: „Islamischer Unterricht als Regel-angebot“ gehören neben BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann auch Prof. Dr. Tarek Badawia vom Lehrstuhl für Islamische Religionspädagogik der FAU sowie Dr. Werner Haußmann vom Lehrstuhl für Evangelische Religionspädagogik an der FAU. 


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