Berufsalltag

IVL legt Schleswig-Holstein-Umfrage des Verbandes vor

Ab November 2016 hatte die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) eine Mitgliederbefragung durchgeführt und mit 160 Beantwortungen des Fragenkatalogs eine repräsentative Stichprobe der angesprochenen Zielgruppe erhalten.

10.01.2017 Schleswig-Holstein Pressemeldung Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein
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Ziel war es dabei, zu ermitteln, wo die besonderen dienstlichen Belastungen im Berufsalltag der Lehrkräfte im Land liegen.

Danach sehen 51% der befragten Lehrkräfte den Respekt der Schülerinnen und Schüler ihnen gegenüber als „manchmal verbesserungswürdig“ an, jede vierte Lehrkraft sogar „oft“. Fast identische Werte liefert die Befragung beim Ergebnis der Einschätzung der Zusammenarbeit mit den Eltern.

Jeder zweite Befragte bemerkt eine oft unbefriedigende Aufmerksamkeit seiner Schülerinnen und Schüler im Unterricht, die häusliche Lernbereitschaft wird sogar noch negativer wahrgenommen.

„Hier ergeben sich klare Zusammenhänge“, so die Landesvorsitzende der IVL, Grete Rhenius, „wenn die Zusammenarbeit mit den Elternhäusern häufig nicht klappt und der Respekt gegenüber den Kolleginnen und Kollegen oft fehlt, schlägt sich dies auf die Lernbereitschaft und damit natürlich auch auf den Lernerfolg nieder. Keiner will zurück zu einer ,schwarzen Pädagogik’, aber zu Wertschätzung der Lehrkräfte und ihrer Arbeit am Kind und Jugendlichen. Ein respektvoller Umgang mit der Institution Schule und den daran Beteiligten wird zu besseren Bildungsergebnissen führen als jede Schulstrukturreform.“

Für die IVL leitet sich daraus ein politischer Auftrag ab, der von den Verantwortlichen in Parlament und Regierung ernst genommen werden muss.

Als weitere Erkenntnisse aus dieser Befragung werden die zeitliche Inanspruchnahme durch Vertretungsunterricht und die regelmäßige Arbeit an Wochenenden als Belastungsschwerpunkte gesehen.


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