Junglehrer/innen wollen bessere Bedingungen

Die jungen Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg machen sich für bessere Arbeitsbedingungen an den Schulen stark. Auf dem Junglehrer-Tag in Freiburg verlangten sie eine Aufhebung der Stellensperre sowie eine Rücknahme der Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Referendare. "Die Landesregierung bricht mit ihrer Sparpolitik nicht nur ihr Wahlversprechen, sondern verschlechtert die Einstellungschancen und die Qualität der Lehrerausbildung", sagte am Montag (26.03.) in Freiburg Uta Adam, stellvertretende Vorsitzende der GEW Südbaden.

26.03.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Am Junglehrer-Tag nehmen knapp 400 Lehrer/innen teil. Das Hauptreferat hält Dr. Heinz Klippert, einer der bekanntesten Methodentrainer für Lehrer/innen in Deutschland. Er zeigt, wie mit neuen Methoden mehr Lernerfolg erreicht werden kann.

Die Landesregierung hatte im Herbst 2006 ihr Wahlversprechen gebrochen, alle freiwerdenden Lehrerstellen wieder zu besetzen. 521 Stellen wurden gesperrt und weitere 349 Stellen werden durch die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Referendar/innen ab Herbst 2007 eingespart. Die meisten Stellen fallen in den Grund- und Hauptschulen weg, weitere an Realschulen und Beruflichen Schulen.

Das Kultusministerium hat auch seine im Jahr 2005 gemachte Zusage wieder zurückgenommen, wonach die durch Referendare an Grund-, Haupt- und Realschulen gehaltenen Unterrichtsstunden bei der Lehrerzuweisung an die Schulen nicht voll angerechnet wurden. "Das würde jetzt bedeuten, dass Schulen mit mehreren Referendaren als überversorgt gelten und erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen versetzt werden müssen", sagte Adam.

Zum Beispiel führt der nur einjährige Unterrichtseinsatz während der Ausbildung an Grundschulen zu häufigen Wechseln der Lehrkräfte, da die Referendare nur ein Jahr in der Klasse sind. "Die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung während der Ausbildung und die volle Anrechnung der Stunden geht auf Kosten der Ausbildung, der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Kinder", so Adam.

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