Kinder fallen nicht vom Himmel

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) setzt sich dafür ein, durch neue integrative Schulformen wohnortnahe Schulen für möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erhalten. "Der Rückgang der Schülerzahlen darf nicht dazu führen, dass Schulen geschlossen und das Schulangebot verschlechtert wird, sondern wir sollten alle Möglichkeiten ausschöpfen, das Schulangebot nicht nur zu erhalten, sondern zu verbessern. Wir brauchen eine offene Diskussion, wie im Flächenland Baden-Württemberg in Zukunft ein tragfähiges, wohnortnahes und leistungsfähiges Schulangebot für alle Kinder aussehen könnte. Dabei muss auch die Möglichkeit diskutiert werden, durch integrative Schulsysteme das Bildungsangebot insgesamt zu verbessern", sagte am Mittwoch (02.08.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

02.08.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW kritisiert, dass die Landesregierung der seit langem bekannten Entwicklung der Schülerzahlen tatenlos zusieht. "Kinder fallen ebenso wenig in großer Zahl vom Himmel wie sie von heute auf morgen von der Bildfläche verschwinden. Schulträger und das Land müssen endlich mit einer Schulentwicklungsplanung beginnen, um ein Hauen und Stechen um Schulschließungen in den nächsten Jahren zu verhindern", so Dahlem.

Die GEW befürchtet, dass die rückgängigen Schülerzahlen vor allem zu Nachteilen für die Schüler/innen an den Hauptschulen führen werden. "Gerade Hauptschülerinnen und Hauptschüler, die es hierzulande immer schwerer haben und besonders gefördert werden müssen, lassen sich nicht ohne negative Folgen von einem Stadtteil in den anderen verschicken. Sie brauchen die wohnortnahe Schule, damit sie sozial nicht entwurzeln", so Dahlem.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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