Internationaler Austausch

KMK und Südkorea vereinbaren engere Bildungszusammenarbeit

Der Vizepräsident der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh, und der Bildungsminister der Republik Korea, Hwang Woo-Yea, haben am 24. September 2014 in Seoul eine Gemeinsame Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Bildungsbereich unterzeichnet. Beide Seiten streben darin an, den Schüler- und Lehreraustausch sowie Partnerschaften zwischen deutschen und koreanischen Schulen und Berufsschulen zu stärken.

24.09.2014 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Dabei sollen auch die vielfältigen Programme des Pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz (KMK) einbezogen werden. Mit der Erklärung weiten beide den bereits bestehenden Bildungsaustausch mit dem Ziel des besseren Kennenlernens der jeweiligen Kultur des Partnerlandes aus.

"In Deutschland erinnern wir in diesem Herbst an friedliche Revolution und Mauerfall vor 25 Jahren, die zur Wiedervereinigung führten. Vor dem Hintergrund unserer eigenen Teilungsgeschichte werden wir bei der Zusammenarbeit mit Südkorea den Fokus insbesondere auf den Bereich der historisch-politischen Bildung legen. Deutschland will hier dem Wunsch der koreanischen Seite nach Informationen über die Darstellung der deutschen Teilung im Schulunterricht nachkommen. Aber auch darüber hinaus ist es unser Ziel, die Bildungszusammenarbeit zu Südkorea weiter auszubauen. Die geografische Entfernung von mehr als 8.000 Kilometern muss uns nicht trennen – erst recht nicht im 21. Jahrhundert." Auch in der beruflichen Bildung werde eine engere Zusammenarbeit angestrebt. "Wir intendieren daher einen Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und koreanischen Schulaufsichtsbeamten, Schulleitern, Lehrkräften und Experten", sagte der KMK-Vizepräsident und Sachsen-Anhalts Kultusminister Dorgerloh.

Beide Seiten werden entsprechende Unterrichtsmaterialien und Unterrichtskonzepte für Schule, insbesondere zur Behandlung der Zeitgeschichte zur Verfügung stellen. Außerdem informiert die deutsche Seite das koreanische Bildungsministerium über die Struktur der dualen Berufsausbildung in Deutschland.

In dem Gespräch zwischen dem KMK-Vizepräsidenten und dem koreanischen Bildungsminister im Rahmen der Unterzeichnung thematisierten beide auch die digitale sowie informationstechnische Bildung an Schulen.

Hintergrund:

KMK-Vizepräsident Stephan Dorgerloh ist Mitglied einer hochrangigen Delegation aus Sachsen-Anhalt, die vom 22. bis zum 27. September 2014 nach Korea reist. In Korea bestehen sieben Deutsche Auslandsschulen. Die meisten dieser Schulen führen zum Deutschen Sprachdiplom I. Die Seoul-Nationaluniversitäts-Oberschule und die Ewha-Mädchen-Fremdsprachenoberschule in Seoul bieten auch das Deutschen Sprachdiplom II an. Darüber hinaus gibt es in Korea die Deutsche Schule Seoul International, die zum Abitur und zum Mittleren Schulabschluss führt. Die Deutsche Schule Seoul International hat etwa 160 Schülerinnen und Schüler von Jahrgangsstufe 5 bis 12, von denen jährlich etwa 30 Schülerinnen und Schüler eine deutsche Prüfung (Abitur, Mittlerer Schulabschluss) ablegen. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch.


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