Kooperationsmodell Schule-Jugendhilfe – eine Form der Freiwilligen Ganztagsschule nach dem Förderprogramm "Freiwillige Ganztagsschule plus"

Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat am heutigen Donnerstag, 18.12.2008, gemeinsam mit Landrat Rudolf Hinsberger eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die die Zusammenführung von Hort und Freiwilliger Ganztagsschule als Kooperationsmodell Schule – Jugendhilfe regelt.

18.12.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Innerhalb des Landkreises Neunkirchen gibt es mehrere Grundschulstandorte, die für ein solches Kooperationsmodell in Frage kommen und bereits ihr Interesse bekundet haben. Nun werden mit Schulträgern sowie Trägern von Horteinrichtungen Vorgespräche geführt und auch das jeweilige Personal sowie die Elternschaft sollen in den Prozess involviert werden. Auf dem Weg zur qualitativen Verbesserung ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote an saarländischen Schulen wurde somit ein weiterer Meilenstein gesetzt.

Durch das am 01.08.2008 im Saarland in Kraft getretene Förderprogramm "Freiwillige Ganztagsschule plus" gibt es die Möglichkeit, dass Horte und Freiwillige Ganztagsschulen zusammengeführt werden. So ist es möglich, dass Schule und Jugendhilfe in Kooperation am Schulstandort im Bereich ganztägiger Bildung und Betreuung zusammenarbeiten.

Ausgangslage für die Einführung von Kooperationsmodellen Schule – Jugendhilfe ist der Trend zu immer mehr ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangeboten und einem ständig wachsenden Bedarf in diesem Bereich. Ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen wird künftig mehr Zeit in der Schule verbringen. Schulen müssen daher zunehmend Aufgaben übernehmen, die über eine reine Wissensvermittlung hinausgehen. Sowohl die räumlichen als auch die personellen Bedingungen müssen neu definiert werden, damit Schule zu einem Lern- und Lebensort für die Schülerinnen und Schüler wird, an dem sie sich wohlfühlen können. Dies gilt gleichermaßen auch für die Lehrkräfte und das übrige Personal. Bei der Umsetzung von Kooperationsmodellen Schule – Jugendhilfe geht es darum, bestehende Strukturen zu nutzen, den Aufbau von Parallelstrukturen zu vermeiden und Synergien sinnvoll auszuschöpfen. Durch die Festlegung eines moderaten Elternbeitrages auf höchstens 60,-- € monatlich soll die Teilnahme allen Schülerinnen und Schüler, die ein ganztägiges schulisches Bildungs- und Betreuungsangebot möchten, möglich sein.


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