Landeslehrpreis der Pädagogischen Hochschulen für Prof. Birgit Eiglsperger und Dr. Philipp Thomas

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat am 19. Oktober im Rahmen einer Feierstunde in Schwäbisch Gmünd Prof. Dr. Birgit Eiglsperger und Dr. Philipp Thomas mit dem Landeslehrpreis 2005 der Pädagogischen Hochschulen ausgezeichnet.

19.10.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der Minister dankte den Preisträgern für ihren großen Einsatz: "Die Unterrichtung der Kinder und Jugendlichen ist der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit eines Landes. Die Pädagogischen Hochschulen haben in Baden-Württemberg die verantwortungsvolle Aufgabe, die Lehrerinnen und Lehrer von morgen optimal auszubilden. Sie lehren gewissermaßen das Lehren und sollen damit zum Lernen anregen und motivieren. Die beiden Preisträger geben hierfür ein gutes Vorbild", sagte Minister Frankenberg. Die Förderung und Verbesserung der Lehre sei ein Kernziel der Hochschulpolitik des Landes Baden-Württemberg, fuhr der Minister fort. "Die sechs Pädagogischen Hochschulen leisten auf diesem Gebiet erfolgreiche und wertvolle Arbeit. Verschiedene Evaluationen haben die hohe Qualität der Lehrerausbildung an den Pädagogischen Hochschulen belegt."

Der Minister würdigte das herausragende Engagement der beiden Preisträger. Für Prof. Eiglsperger, ausgezeichnet für ihre besonders erfolgreiche Lehre in Kunst und Kunstdidaktik, sei diese ohne eigenes künstlerisches Schaffen nicht möglich, so Frankenberg zu der Preisträgerin. "Dabei ist es Ihr vorrangiges Ziel im Fach Kunst, Lehren und Lernen in den Kontext eigenständiger, vermittelbarer Kenntnisse in der Gestaltbildung zu stellen. Mit Ihren Projekten gehen Sie einen neuen Weg, um die Studierendenarbeiten der Pädagogischen Hochschule der Öffentlichkeit zu präsentieren." Die Studierenden gewinnen durch diese künstlerischen Arbeiten ein eigenes Selbstverständnis als Künstler und können dadurch den Schülern das künstlerische Arbeiten ganz anders vermitteln.

Das Engagement der Preisträgerin wird durch zahlreiche aufwändig durchgeführte Kunstprojekte belegt, die in Dauerausstellungen in und um Schwäbisch Gmünd beeindruckende Spuren hinterlassen haben. Bei dem letzten Projekt wurde beispielsweise im Sommersemester diesen Jahres im Park um das Gebäude der alten PH eine Stelenalllee aus Gips geschaffen.

Dr. Philipp Thomas, der für seine erfolgreiche Arbeit im Fach Ethik und dessen Didaktik ausgezeichnet wird, habe, so der Minister, für die Studieninhalte und die Schulpraxis im Schulfach Ethik wichtige Grundlagenarbeit geleistet. "Ihr Anliegen ist es, kulturelle Werte und das Bewusstwerden einer kulturellen Identität mit Leben zu erfüllen. Durch innovative Lehrveranstaltungen haben Sie Ihr Schwerpunktprojekt ´Lebenspraktische Orientierung im Ethikunterricht´ in die Praxis umsetzen können." Dabei lernen die Studierenden, vollkommen selbständig wichtige Konzepte zur Entwicklung eines Werterahmens zu erarbeiten. Die dafür entwickelten Unterrichtsmaterialien können zur spielerischen Erkundung eigener Werte im Ethikunterricht der Sekundarstufe I eingesetzt werden und helfen den Schülern, ihren eigenen Werterahmen zu entwickeln.

Weitere Informationen:

Der Landeslehrpreis an Pädagogischen Hochschulen (PH) wird seit 1995 jährlich auf Vorschlag der Landesrektorenkonferenz der PH verliehen. In die Vorschläge der sechs Pädagogischen Hochschulen sind im Rahmen der Studienkommissionen die Voten der Studierenden einzubeziehen. Für die Auszeichnung in Betracht kommen etwa Lehrveranstaltungen unterschiedlicher Art mit didaktisch besonders gutem Begleitmaterial und Aufbau, Tutorien oder Orientierungsveranstaltungen sowie beispielgebende Maßnahmen von Hochschullehrern, die geeignet sind, Studium, Prüfung und Lehre zu verbessern. Der Landeslehrpreis an Pädagogischen Hochschulen ist mit insgesamt 12.800,- Euro dotiert und für innovative Zwecke der Lehre nach freier Entscheidung der Preisträger verwendbar.


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