Baden-Württemberg

Landesweite Warnstreiks – Kundgebungen in Freiburg und Stuttgart

Die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz warf der baden-württembergischen Landesregierung heute (05.03.) "Betrug an den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes" vor. "Finanzminister Nils Schmid hat versprochen, sich für einen Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte einzusetzen und tut offenbar nichts. Und die 1,5 Prozent, die Grün-Rot für die Tarif- und Besoldungserhöhung im Landeshaushalt vorgesehen hat, zeigen, wie wenig die Arbeit der pädagogischen Profis von der aktuellen Politik geschätzt wird", sagte die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft bei der Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz.

05.03.2013 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Auf den Stuttgarter Schlossplatz kamen 7.500 Beschäftigte, in Freiburg nahmen 600 Streikende an der Kundgebung teil.

An den Warnstreiks der Landesbeschäftigten beteiligen sich heute (05.03.) erneut über tausend Beschäftigte aus Bildungseinrichtungen. Angestellte Lehrer/innen, Pädagogische Assistent/innen, sozialpädagogische Fachkräfte, Mitarbeiter/innen der Hochschulen und Erzieher/innen im Landesdienst legten die Arbeit nieder. An den Schulen fielen nach Schätzungen der GEW heute 5.000 Unterrichtsstunden aus. Die angestellten Lehrkräfte bilden die einzige Berufsgruppe im öffentlichen Dienst der Länder, deren Eingruppierung nicht tariflich geregelt ist. Sie werden nach so genannten Lehrerrichtlinien eingruppiert. Die Richtlinien erlassen die Arbeitgeber einseitig ohne Verhandlungen mit den Gewerkschaften.

"Bis zu 800 Euro weniger bekommen angestellte Lehrerinnen und Lehrer derzeit bei gleicher Arbeit und gleicher Qualifikation als ihre verbeamteten Kolleg/innen. Bezahlt werden Lehrkräfte nach der Schuhgröße der Kinder:

Kleine Kinder, kleines Gehalt, große Kinder, größeres Gehalt. Hoch gelobt und schlecht bezahlt. Unsere Arbeit ist mehr wert", sagte Moritz. Die GEW-Chefin kritisierte auch die Politik auf dem Rücken der jungen Lehrerinnen und Lehrer, deren Eingangsgehalt von der Landesregierung erneut gekürzt wurde. Auch zahlreiche Beamte kamen außerhalb ihrer Unterrichtszeiten zu den Kundgebungen. Die Gewerkschaften setzen sich dafür ein, dass ein Tarifergebnis für die Angestellten zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten übertragen wird.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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