Landeszentrale Vergleichsarbeiten: Bessere Vergleichbarkeit

Seit dem Schuljahr 2004/2005 werden an allen Erweiterten Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien im Saarland Landeszentrale Vergleichsarbeiten geschrieben.

21.04.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die siebten Klassen werden in Deutsch, die achten Klassen in Mathematik und die neunten Klassen in der ersten Fremdsprache geprüft. Künftig wird zu Beginn jedes Schuljahres getestet, ob die Schülerinnen und Schüler den bisherigen Stoff beherrschen. Die Vergleichsarbeiten werden vom Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität des Saarlandes wissenschaftlich begleitet. Auch die Auswertung findet dort statt.

Die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten 2004 liegen den Schulen jetzt vor. Jede Schule weiß, wie sie und ihre Klassen im Vergleich zu den anderen Schulen im Saarland abgeschnitten haben. Außerdem erhalten die Lehrkräfte detaillierte Rückmeldungen über Stärken und Schwächen ihrer Klassen und sogar über die Leistung der einzelnen Schüler.

Zu den Ergebnissen kann soviel gesagt werden: In Französisch und Englisch schneidet das Gymnasium besonders gut ab. In Deutsch gibt es in allen Schulformen gute Ergebnisse. In Mathematik sind die Arbeiten generell schlechter ausgefallen. Besonders interessant: Zwischen den Schulen einer Schulform bestehen in den Leistungen deutliche Unterschiede. Hier muss sehr genau analysiert werden, wo Stärken liegen, was besser gemacht werden kann und wo Unterstützung von außen nötig ist.

Man darf keinesfalls von den Resultaten einiger Klassen auf die Qualität der gesamten Schule schließen. Die Gründe für die unterschiedlichen Leistungen sind vielfältig und liegen nicht immer nur bei der Schule. In den nächsten Jahren sollen die Tests weiter verfeinert werden. Unter anderem sollen die Aufgaben geeicht und stärker an die bundeseinheitlichen Bildungsstandards angepasst werden.

Kultusminister Jürgen Schreier: "Mit diesen Tests haben die Schulen die Chance, ihre Leistungsfähigkeit viel objektiver als bisher einzuschätzen. Die Vergleichsarbeiten werden sich zu einem wichtigen Baustein für mehr Schulqualität entwickeln."


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