Baden-Württemberg

Landtag debattiert Gesetz für regionale Schulentwicklung

Die Bildungsgewerkschaft GEW macht sich vor der Landtagsdebatte zur regionalen Schulentwicklung am Mittwoch (30.04.) für klare Konzepte und eindeutige Unterstützung für die Lehrer/innen an allen Schularten stark. "Mehr als 10.000 Lehrkräfte an Haupt- und Werkrealschulen erwarten endlich klare Perspektiven für ihre Zukunft, wenn Schulstandorte aufgelöst werden.

30.04.2014 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Dazu gehören vor allem Aufstiegsmöglichkeiten ins Lehramt Realschulen und die entsprechende Besoldung. Jeder Großbetrieb würde selbstverständlich ein Konzept erstellen, wenn tausende Beschäftigte einen anderen Arbeitsplatz brauchen. Auch die fehlende Unterstützung für die Lehrerinnen und Lehrer an Realschulen beim Umgang mit den heterogenen Klassen löst dort Ängste und Widerstand aus, an Sonderschulen herrscht Ratlosigkeit angesichts der fehlenden Konzepte und Ressourcen für Inklusion und an Beruflichen Schulen und Gymnasien schieben die Lehrerinnen und Lehrer eine Bugwelle an Überstunden vor sich her. Die pädagogischen Profis erwarten nicht, dass die Landesregierung alle Probleme sofort löst, aber sie haben nach drei Jahren Regierungszeit Anspruch auf klare Konzepte und Zeitpläne", sagte am Montag (28.04.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Von der Schulentwicklungsplanung werden entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft der Schulen und Schulstandorte in Baden-Württemberg erwartet. In einer landesweiten Befragung von Lehrkräften aller Schularten hatten 3.000 Teilnehmer/innen die Schulentwicklungsplanung als wichtige Maßnahme bewertet.

"Die Landesregierung hat seit 2011 wichtige Reformen auf den Weg gebracht. Die Ergebnisse der Befragung zeigen zum Beispiel, dass einerseits die Einsicht in die Notwendigkeit des Prozesses der regionalen Schulentwicklung wächst. Andererseits wird durch die fehlenden Ressourcen wie für Inklusion deren Akzeptanz und Gelingen grundsätzlich infrage gestellt. In allen Schularten fehlt Klarheit über Ziele und Wege. Lehrerinnen und Lehrer erleben tagtäglich, wie sich Schule verändert und wollen auf die Herausforderungen mit guten Konzepten reagieren, doch dafür fehlt die Unterstützung. Gute Bildung braucht mehr Zeit", sagte Moritz.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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